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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Menschen: Kandis, Anis und etwas Rum

24.12.2011

HORUMERSIEL Wenn der Wind ums Haus heult und der Regen an die Scheiben klatscht, ist Annegrete Evers’ liebste Teezeit. „Teetrinken bedeutet Heimeligkeit, die Hektik und den Lärm der Welt zu vergessen“, sagt sie.

Seit vielen Jahren führt die Medernserin Interessierte in die friesische Teezeremonie ein – in diesem Winter erstmals öffentlich: Bis Ende Februar lädt Annegrete Evers jeden Donnerstag zur friesischen Teestunde ein. In gemütlicher Runde erzählt sie Wissenswertes zur Geschichte des Wangerlands und Interessantes rund um den Tee.

„Tee ist mein Leben“, schwärmt Annegrete Evers: Sie trinke gerne klassischen ostfriesischen Tee, „sonntags als Blatt-Tee und sonst Broken“, erzählt sie. Wichtig sei, dass das Wasser zur Tee-Zubereitung sprudelnd kocht.

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Bei der „Friesischen Teestunde“ bereitet Annegrete Evers den Tee klassisch nach Landessitte zu: Im Treckels­pott wird der Tee angesetzt, wenn er ausreichend lange gezogen hat, wird er in die Servierkanne umgefüllt. Dazu gibt es Kluntje und Rahm.

„Tee ist viel belebender als Kaffee“, erklärt Annegrete Evers. Kaffee gehe direkt aufs Herz, Tee hingegen wirke etwas später, stimuliere das Nervensystem und seine Wirkung halte länger an.

Vor rund 300 Jahren brachten die Niederländer als Pioniere den Tee aus China nach Europa. Zunächst war Tee ein Getränk für Wohlhabende, besonders geschätzt wurde seine „heilsame Wirkung“: „Plötzlich waren die Leute gesünder“, weiß Evers: Denn das abgekochte Teewasser ist im Gegensatz zum Wasser direkt aus dem Brunnen keimfrei.

Annegrete Evers kann eine Menge über den Tee, seine Geschichte und seine Zubereitung erzählen. Dabei backt sie in ihren „Friesischen Teestunden“ Krüllkuchen, die ihre Gäste ganz frisch genießen dürfen. Kandis, Zimt, Anis, Kardamom, Muskatnuss „und ein ganz kleines bisschen Rum“ gehören in ihren Teig. Auch zum Neujahrskuchen kann sie eine Menge berichten – sogar in Gedichtform.

Krüllkuchen wurden früher übrigens in Milchkannen aufbewahrt. „Die Kannen schließen luftdicht – das ist auch wichtig, sonst werden die Krüllkuchen weich“, erklärt sie.

Annegrete Evers freut sich, wenn sie andere Menschen mit ihrer Begeisterung für die friesische Teestunde und Krüllkuchen anstecken kann: „Eine alte Dame, die an der Teestunde teilnahm, war sogar so begeistert, dass sie sofort loszog, um ein Eisen zum Krüllkuchen backen zu kaufen“, erzählt sie.

Die „Friesischen Teestunden“ finden im Dezember und Februar jeden Donnerstag um 15.30 Uhr im „Alten Zollhaus“ in Horumersiel statt, im Januar im „Leuchtfeuer“. Die Teilnahme kostet sieben Euro pro Person. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Wer kommen mag, darf kommen“, sagt Annegrete Evers.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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