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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

VEREINE: Kaputter Stuhl sorgt für Furore

10.10.2007

SANDE /SCHOOST Sandes ältester und wohl auch bekanntester Kegelclub, die „Sander Jungs“ wird an diesem Mittwoch 50 Jahre alt. 1957 von Kaufleuten und Gewerbetreibenden in der Schooster „Waldschänke“ gegründet, wechselte der Kegelclub zweimal das Lokal und ist nun seit Jahrzehnten wieder dort, wo einst alles begann.

Die Idee zur Gründung hatten Günther Wübbenhorst und der mittlerweile verstorbene Enno Dirks, als sie mit einigen anderen Fahrdienste für einen Ausflug des Alters- und Pflegeheimes in eben jenes Keglerlokal übernommen hatten. Als ein Jahr später beim „Sander Hof“ eine neue Kegelbahn gebaut war, wurden sie im eigenen Dorf aktiv – bis die noch heute gern erzählte „Geschichte“ mit dem zerbrochenen Stuhl passierte.

Neun Kegler feierten 1959 feuchtfröhlich den „zweiten Geburtstag“ von Enno Dirks, der nach einem Zusammenstoß mit der Vorortbahn völlig unbeschadet aus seinem total beschädigten Pkw stieg. Als zu später Stunde nach sechs Flaschen Doornkaat und 42 Flaschen Wasser zwei Kegler zugleich auf einem Stuhl Platz nahmen, zerbrach dieser. Unbemerkt von den anderen steckten sie die Stuhlteile wieder zusammen und den „Schiet“-Stuhl beiseite.

Gastwirt Hans Rohlfs bemerkte den Schaden und sprach tags darauf den Klempnermeister Fritz Eden darauf an. Der bot ahnungslos eine Wette um 100 DM an und setzte auf die „Unschuld“ seiner Kegelbrüder. Tatsächlich hatte er zur „Tatzeit“ gerade gekegelt und nichts bemerkt. Rohlfs nahm den Vorfall Tage später zum Anlass, den gesamten Kegelklub hinauszuwerfen. So kegelte man zunächst einige Jahre in Heidmühle und seit 1979 und bis zum heitigen Tag wieder bei Hella Heiken in Schoost.

1960 machten die „Sander Jungs“ von sich reden, als sie beim Festumzug zum „Sander Markt“ einen Festwagen besetzten, darauf einen zerbrochenen Stuhl befestigten und der Umzug „zufällig“, als sie den „Sander Hof“ erreichten, zum Stehen kam.

Dem Kegelklub, dem mit Karl-Heinz Lantow (86) und Günther Wübbenhorst (80) noch zwei Gründer angehören, gelang es, sich stets durch neue Mitglieder zu verjüngen und so fünf Jahrzehnte zu bestehen. Kegelväter waren Fritz Eden, Enno Dirks, Erich Schnittjer, Willi Harms, Günther Wübbenhorst und bis heute Siegfried Roesler. Lange gab es auch einen Kegelklub der Frauen, die sich seit vier Jahren aber nur noch zum gemütlichen Beisammensein treffen.

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