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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Jet-Port-City: „Kein Flugbetrieb rund um die Uhr“

20.09.2013

Sande /Mariensiel Die Ansiedlung von Jet-Port-City, zentraler Handelsplatz für gebrauchte Luftfahrzeuge auf dem Flugplatz Mariensiel (die NWZ  berichtete) sorgt weiter für Diskussionen. Sandes Grünen-Ratsmitglied und Bundestagskandidat Alexander von Fintel hat die Informationspolitik von Stadt Wilhelmshaven und Landkreis Friesland als Betreiber des Jade-Weser-Airports kritisiert. Weder der Sander Rat noch die Bürger seien über die Pläne der Düsseldorfer German Private Jet Group AG in Kenntnis gesetzt worden. Am Donnerstag kritisierten dies auch mehrere Bürger in der Sitzung des Gemeinderats.

„Zu salzhaltige Luft“

Anwohner befürchten zu­­sätzlichen Fluglärm, auch weil berichtet wurde, dass der Flugzeug-Händler an „365 Tagen jeweils 24 Stunden“ offen sei. Von Fintel fordert, dass es nicht zu Nachtflügen kommen dürfe. Anwohner haben zudem Sorge, dass ihre Häuser Wert verlieren könnten und dass Mariensiel ein Flugzeug-Friedhof werden könnte.

Von Fintel will „aus Fachkreisen“ erfahren ha­ben, dass die Ansiedlung „höchst unwahrscheinlich“ sei: Wer ein wertvolles Reiseflugzeug besitzt, lasse es nicht monatelang draußen stehen, erst recht nicht im langen Winter in salzhaltiger Luft. Er setzt zudem hinter die Finanzkraft von Jet-Port-City ein Fragezeichen: „Bei der letzten vorliegenden Bilanz 2011 betrug die Bilanzsumme der AG nur 280 000 Euro.“

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Bürgermeister Josef Wesselmann versteht die Sorgen der Anwohner, mahnte aber zur Besonnenheit: „Wir sollten diese Chance nicht kaputtreden, bevor wir Genaueres über die Pläne des Unternehmens wissen.“ Wie berichtet, wollen die Düsseldorfer in Kürze eine Bürger-Information in Sande abhalten.

Mit den Öffnungszeiten von 24 Stunden an 365 Tagen wolle Jet-Port-City deutlich machen, dass das Unternehmen für den internationalen Käufer- und Verkäuferkreis stets zur Verfügung steht, erläutert Birte Kalsen von der German Private Jet Group und Projektleiterin von Jet-Port-City auf Nachfrage der NWZ . „Es besteht weder eine Absicht, noch eine Notwendigkeit für Nachtflüge von und nach Mariensiel“, sagt Kalsen. Selbst bei einer vollständigen Auslastung der Stellplätze und einer Rotation der zum Verkauf gestellten Luftfahrzeuge würde das nicht einmal einen einzigen Start bzw. eine einzige Landung je Kalendertag nach sich ziehen.

Dass Eigner ihr Flugzeug nicht über den Winter draußen stehen lassen, sei falsch, so Kalsen. Überall in Europa, wo Winterverhältnisse wie in Mariensiel herrschen, stehen vereinzelt zum Verkauf stehende Luftfahrzeuge im Freien, ohne dass Pflege für die Maschinen angeboten wird. Genau diesen Umstand wolle ihr Unternehmen mit Jet-Port-City in Mariensiel ändern.

Kein Flugzeug-Friedhof

„Wir haben nicht geplant, in Mariensiel einen ,Flugzeugfriedhof‘ zu bewirtschaften“, so Kalsen weiter. Ziel von Jet- Port-City sei, Luftfahrzeuge binnen dreier Monaten verkauft zu haben. Bei salzhaltiger Luft und besonderen klimatischen Verhältnissen seien weltweit Flugzeuge je nach Dauer der Standzeit grundsätzlich nach den Vorgaben des Herstellers zu pflegen.

Die Gründung der German Private Jet Group AG 2010 wurde mit einem klar definierten Investitionsplan bis 2015 hinterlegt, so Kalsen weiter. Die Investoren verfügten über ausreichende Mittel, die alle notwendigen Investitionen rund um das Unternehmen und insbesondere für das Projekt Jet-Port-City gewährleisten. „Eine Definition des Unternehmens über die 2011 aufgeführte Bilanzsumme weise ich daher als recht vermessen zurück“, sagt Kalsen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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