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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Feierstunde: Keine Ambitionen auf neue Ämter

01.11.2014

Mariensiel Am Ende seiner letzten öffentlichen Rede als Bürgermeister der Gemeinde Sande greift Josef Wesselmann auf die berühmten Worte von Fußballtrainer-Zampano Giovanni Trapattoni und Jakobsweg-Wanderer Hape Kerkeling zurück: „Ich habe auch fertig“, sagt Wesselmann und: „Ich bin dann mal weg.“

In kleiner Runde mit langjährigen Weggefährten aus Politik und Verwaltung, aus Sport-, Bürger- und Gewerbeverein, von Kirche, Feuerwehr und einer Delegation aus Sandes Partnerstadt Ueckermünde, hat sich Josef Wesselmann im Bürgertreff „Zum alten Fort“ Mariensiel offiziell als Bürgermeister verabschiedet. Am Ende erhielt er stehenden Applaus.

Bleibendes geschaffen

„Dabei wird nirgendwo so viel geflunkert und übertrieben wie auf Beerdigungen und Verabschiedungen“, hatte Wesselmann zu Beginn seiner Abschiedsrede mit einem Augenzwinkern erklärt. Die zahlreichen Lobesreden auf ihn und seine Amtszeit als Bürgermeister relativierte er und gab Dank und Anerkennung an seine Mitarbeiter im Rathaus weiter.

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So beschrieb Ratsvorsitzende Ulrike Schlieper (SPD) den Bürgermeister als einen Verwaltungschef, der „unglaublich präsent bei den Vereinen und Institutionen war“, der bodenständig sei, der keine Direktiven herausgegeben, sondern den Mitarbeitern viel Freiraum gelassen habe. Schlieper listete viele Bauten, Veranstaltungen und Entwicklungen auf, die Wesselmann angeschoben oder umgesetzt habe. „Die Gemeinde Sande hat viel Bleibendes, was immer mit deiner Amtszeit in Verbindung gebracht wird“, sagte Schlieper.

Gerd Walther, seit eineinhalb Jahren Bürgermeister in Ueckermünde, betonte, dass Wesselmann eine große Konstante in der Partnerschaft sei, die 2007 besiegelt und auch vorher schon intensiv und herzlich gelebt wurde.

Aus Sicht der Vereine schilderte Albert Folkens vom Wirtschaftsförderungsverein, „dass sich das Rathaus unter Josef Wesselmann geöffnet habe und zugänglicher“ wurde. Vorher gab es in Sande nur den Sander Markt. Wesselmann habe maßgeblich mit dafür gesorgt, dass sich neue publikumswirksame Veranstaltungen etabliert und Sande bekannter gemacht haben.

Für den Gemeindesportbund und die Sportvereine ging Michael Ramke auch auf Wesselmanns Frau Silvia ein, die ihren Mann zu vielen Terminen und Sitzungen begleitet hat. Beim Blick in die Zeitung vom Vortag sei ihm bei den Fotos zu Wesselmanns Amtszeitbilanz aufgefallen, dass zwischen Amtsantritt und Amtsende nicht nur 13 Jahre, sondern auch ein paar Kilogramm liegen. Um fit zu bleiben, gab es für Wesselmann zum Abschied eine kostenlose Mitgliedschaft in einem Sander Sportverein seiner Wahl.

Lob und Dank für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung gab es zudem vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Frank Maaß, von Rüdiger Kakuschke vom evangelischen Gemeindekirchenrat sowie Sandes Bürgervereinsvorsitzendem Uwe Schlenkert, der Wesselmann nahelegte, bald den Vorsitz im Bürgerverein zu übernehmen.

Doch Josef Wesselmann will zunächst Abstand gewinnen von alledem und sich nicht gleich wieder in neue Ämter und Verpflichtungen stürzen.

Politik nur noch privat

„Fertig“ hat er wohl – seit diesem Sonnabend ist er nicht mehr Bürgermeister. Und fertig hat er wiederum auch noch nicht, denn viele große Projekte – allen voran die Bahnumfahrung, der Bahnübergang Deichstraße und das neue Feuerwehrhaus – sind angeschoben und planerisch auf den Weg gebracht. Aber die eigentliche Arbeit beginnt erst noch. Das alles weiterzuführen, wird Aufgabe des Nachfolgers Stephan Eiklenborg sein, dem Wesselmann eine glückliche Hand wünschte. Und „weg“ ist Wesselmann ja auch nicht. „Wir wohnen hier in netter Nachbarschaft, fühlen uns wohl“, sagte Wesselmann. Sande sei für den aus dem Münsterland stammenden Verwaltungsbeamten und seine Frau Silvia zur Heimat geworden. An einen Umzug habe er keinen Gedanken verschwendet.

Wiederkommen wolle er aber auch nicht, erklärte Wesselmann – zumindest nicht in der Kommunalpolitik. „Als Alt-Bürgermeister wieder im Rat mitmischen, das gehört sich nicht“, sagt Wesselmann. Bei der nächsten Kommunalwahl werde er nicht antreten.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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