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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Friesland-Mahl: Kontaktpflege und kulinarische Köstlichkeiten

28.11.2011

UPJEVER Die Nachricht, dass im Zuge der Bundeswehrreform das Objektschutzregiment der Luftwaffe am Standort Upjever bleibt und dort sogar 400 weitere Dienstposten erhält, prägte am Freitagabend die Stimmung beim 16. Frieslandmahl. Sichtlich entspannt begrüßte Oberst Harald Schulz als Standortältester die Gäste, darunter Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, ehemalige Generäle sowie Jevers Ehrenbürger Dr. Fritz Blume und den ehemaligen Regimentskommandeur, Oberst Karl-Heinz Kubiak, der einen warmen Extra-Applaus erhielt.

Das Frieslandmahl dient der Kontaktpflege zwischen Luftwaffe und Bevölkerung – und ist immer auch ein kulinarischer Höhepunkt.

Der preisgekrönte Standortkoch Fredo Eckhoff hatte mit seinem Team ein friesisches Fünf-Gänge-Menü mit Steckrübencremesuppe, Matjestartar und Frischlingsrücken gezaubert, das von den Ordonnanzen im Saal des Offizierheims formvollendet serviert wurde.

Fünf-Gänge-Menü

Durch die Menüfolge führte Leutnant Philip Hronec, der den Gästen dabei zum Beispiel humorvoll erklärte, dass die Julienne vom Zwischenahner Räucheraal, mit der Eckhoff die Steckrübencremesuppe veredelt hatte, kein Hinweis auf den Namen des armen Aals sei, sondern vielmehr der Fachbegriff für die feinen Streifen, in die selbiger vor der Zubereitung geschnitten wurde.

Improvisieren musste das Geschwader beim Festredner, der beim Frieslandmahl traditionell für die „geistige Nahrung“ zuständig ist. Da der Unternehmensberater Torsten Hiermann, der einen Vortrag zum Thema „Krisenkommunikation“ halten sollte, kurzfristig erkrankt war. musste schnell Ersatz her. Und den fand Oberst Schulz in Person von Dr. Klaus-F. Edeling, Direktor Private Banking bei der Oldenburgischen Landesbank, der schon mit seiner selbstironischen Einführung punktete: „Bisher war das ein schöner Abend – und nun holen Sie sich einen Banker, der auch noch über die Krise redet“, sagte er.

Blick auf Finanzkrise

Trotz des ernsten Hintergrunds war sein Vortrag „Krise 4.0 – eine Navigation durch die Finanzmarktturbulenzen“, höchst unterhaltsam und aufschlussreich. Nach einer guten halben Stunde wussten die Zuhörer, dass das Volumen des Euro-Rettungsschirms der Summe von längs durch Deutschland hochkant aufgestellten 500-Euro-Scheinen entspricht, dass man bei der Geldanlage nie alles auf eine Karte setzen darf, dass die Finanzkrise eine eigene Dynamik hat – und wohl noch einige Jahre andauern wird.

„Zurück zu den Wurzeln – es wird wieder friesisch“, lautete das Motto des Friesland-Mahls, das von den Gastgebern nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch unterstrichen wurde. Vor dem Offiziersheim stand ein echtes Segelboot, der Saal war mit Schiffsmodellen und maritimen Bildern geschmückt.

So mancher Besucher interpretierte das Motto aber noch weiter. Der Satz „Zurück zu den Wurzeln“ weckte bei vielen Ehemaligen Erinnerungen an die rauschenden Festbälle, die einst das in Upjever stationierte Jagdbombergeschwader im Offizierheim gefeiert hatte. Sie gehören, ebenso wie das Geschwader 38 „Friesland“, der Vergangenheit an.

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