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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Altlast In Langendamm: Wie gefährlich ist die alte Deponie?

08.11.2018

Langendamm Großer Andrang in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Umweltschutz am Dienstagabend: Das Interesse galt dem Sachstandsbericht des Landkreises Friesland zur Deponie, die mitten in Langendamm an Wohngebiete angrenzt. Thorben Wehmeyer und Carl Stüdemann standen im Ausschuss Rede und Antwort.

Besteht eine Gefahr für die Anwohner?

Laut Landkreis nicht – so lange man sich an die Vorgaben halte. Wer nahe der Deponie wohne, darf sein Grundwasser nicht trinken, weil es belastet ist. Außerdem wird empfohlen, den Garten nicht mit dem Grundwasser zu bewässern. Aber selbst, wenn man das Grundwasser trinke, bestehe keine akute Gefahr, erklärte Stüdemann.

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Die Konzentrationen der Schadstoffe im Wasser seien so gering, dass man über mehrere Jahre täglich mehrere Liter Grundwasser trinken müsste, um einer ernsthaften Gesundheitsgefahr ausgesetzt zu sein. Da ohnehin niemand sein Grundwasser trinke, bestehe keine Gefahr. Nur an wenigen Stellen seien die Stoffe überhaupt nachweisbar. Der Grenzwert, der weitere Maßnahmen nach sich zieht (siehe Grafik), wird selten überschritten.

Was liegt dort in der ehemaligen Mülldeponie?

Der Landkreis konnte in der Deponie PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), mineralölbürtige Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle und LHKW (leichtflüchtige, halogenisierte Kohlenwasserstoffe) nachweisen. Letztere sind beispielsweise in Lösungsmitteln enthalten. LHKW sind insofern für die Behörde interessant, weil sie sich gut nachweisen lassen, sich am ehesten verbreiten und daher als Indikator genutzt werden können.

In welchem Umfang treten dort Giftstoffe auf?

Laut Stüdemann konnten bisher nur Schwermetalle in natürlichen Konzentrationen und LHKW außerhalb der Deponie im Grundwasser nachgewiesen werden. Demnach breiten sich die LHKW mit der Grundwasserströmung etwa 250 Meter weit aus – also ungefähr bis zur Ahornstraße. Allerdings würden die LHKW biologisch abgebaut.

Für die Ausbreitung der Stoffe aus der Deponie gebe es zwei Varianten: Zum einen geht der Landkreis davon aus, dass die Lehmgrube, in der der Müll einst vergraben wurde und eine Art Wanne bildet, ein Leck hat, durch das laufend LHKW ins Grundwasser gelangen. Die andere Möglichkeit: Bei heftigen Regenfällen kann die Wanne an der niedrigsten Stelle im Nordosten überlaufen. So kann es zu schwallartigen Austritten kommen. Das konnte zuletzt 2012 festgestellt werden. Der Landkreis geht allerdings davon aus, dass durch die Erdschicht auf der Altlast die Gefahr eines Überlaufens deutlich geringer geworden ist.

Wie kontrolliert der Landkreis die Belastung?

Es gibt mehrere Messstellen im Bereich der Deponie, die zweimal im Jahr beprobt werden. Zudem nimmt der Landkreis Proben von mehreren Gartenbrunnen auf Wohngrundstücken in der Umgebung. Das Messstellennetz soll weiter ausgebaut werden und spätestens in fünf Jahren fertig sein. Umfangreichere Kontrollen oder eine Sanierung der Altlast seien nicht möglich, weil der Aufwand und die Kosten dafür bei der derzeitigen, geringen Gefahr nicht zu rechtfertigen seien.

Was sagt die Bürgerinitiative Langendamm dazu?

Harald Menge, Vorsitzender der Bürgerinitiative Langendamm (BI), kritisierte, dass die zwei Beprobungen im Jahr unzureichend seien. „Unsere Sorgen sind nicht hysterischer Natur, sie sind begründet“, erklärte er. Die BI hat zudem ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben. Menge beantragte, den Gutachter in den Ausschuss einzuladen. Nach langem Hin und Her sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, einen Termin zu vereinbaren, um sich die Ausführungen des Gutachters anzuhören.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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