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Übergang zur B211 blockiert
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Aktualisiert vor 17 Minuten.

Unfall Auf Der A29
Übergang zur B211 blockiert

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Lassen niemanden im Stich“

22.08.2009

BORGSTEDE „Sehr gut“. Bekräftigendes Nicken, strahlendes Lächeln. Man kann auch ohne viele Worte ausdrücken, dass man sich wohl fühlt: Artyom Kalenchyk, 15, und Maxim Miroshnikov, 14, aus der 2500-Einwohner-Gemeinde Iwaki bei Gomel in Belarus (Weißrussland), aus der geschädigten Zone infolge des Kernkraftkatastrophe von Tschernobyl 1986, machen davon lebhaft und überzeugend Gebrauch. Sie wissen sich ganz offensichtlich gut aufgehoben bei ihren Gasteltern Irene und Dieter Leistner in Borgstede.

Die beiden jungen Leute, trotz der Sprachbarriere – sie sprechen nicht Deutsch und kaum Englisch, die Gasteltern weder Russisch noch Weißrussisch – in der Verständigung mit den Leistners erkennbar gut eingespielt, genießen zum zunächst letzten Mal bis Ende August einen Aufenthalt im Leistnerschen Haus in Borgstede. Danach ist erstmal Schluss, denn dann werden sie eine weiterführende Schule in der 500 000-Einwohner-Metropole Gomel/Belarus besuchen, von ihrem Heimatdorf dorthin umziehen, zunächst keine Zeit mehr haben für Borgstede und Friesland. Dennoch – wiederkommen wollen sie, wie beide heftig nickend bestätigen.

Als Busfahrer in Minsk

Wie kommt ein Borgsteder Ehepaar an belorussiche Gäste? 1996 fuhr Dieter Leistner, damals noch als Berufskraftfahrer der Firma Bruns (Varel), mit dem Bus nach Minsk, der Hauptstadt von Belarus, um dort Kinder für einen Wangerooge-Aufenthalt im Rahmen des Programms „Kinder von Tschernobyl“ abzuholen. „Da habe ich mir gesagt, das machen wir auch mal“, berichtet der inzwischen 70-jährige, im Ruhestand lebend. Über ein Zeitungsinserat, in dem Gasteltern gesucht wurden, kam dann der Kontakt zustande, auch zum Verein „Kinder von Tschernobyl Friesland-Wilhelmshaven“.

Und seitdem sind die Leistners Gasteltern, unermüdlich, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist, denn den jungen Gästen soll natürlich auch etwas geboten werden, vom Ausflug nach Dangast bis hin zur Fahrt zum Heidepark. Auch Schwimmen gehen oder gemeinsame Fahrradausflüge stehen auf dem Programm.

Die Leistners haben freundschaftlichen Kontakt zu den Familien Kalenchyk und Miroshnikov im weißrussischen Iwaki, besuchten sie in diesem Frühjahr, nachdem die Jungen erstmals bei ihnen zu Gast gewesen waren (die NWZ berichtete). Die Begegnung mit den Menschen dort, etwa mit den Eltern Maxims – die Mutter ist Lehrerin, der Vater Kraftfahrer oder den Kalenchyks (Postbeamtin und Forstfachmann). Und auch das Land, Belorussland, mit seinen Wäldern, Seen und Birkenhainen ist ihnen ersichtlich nahe gekommen.

Weiter engagiert

Dort leben? Vorstellbar, aber ein realistischer Gedanke denn doch nicht. Auf jeden Fall aber „werden wir die nicht im Stich lassen, uns weiterhin engagieren“, sagt Dieter Leistner.

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