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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Lerchenweg soll keine Rennstrecke werden

30.06.2017

Jever /Moorwarfen Mit einem Kompromiss wollen die Mitglieder des jeverschen Bauausschusses den Anwohner von Moorwarfen und des Neubaugebiets Voßhörn entgegenkommen, denn: beide Ortsteile sollen miteinander verbunden werden. Darüber sind die Anlieger mehr als beunruhigt – sie fürchten, dass die neue Verbindungsstraße dann zu einer „Rennstrecke“ wird. Mit Änderungen im Bebauungsplan soll das nun verhindert werden.

Wie berichtet, sind Moorwarfen und Voßhörn derzeit noch durch einen schmalen Schotterweg verbunden. Nur Fußgänger und Fahrradfahrer können hier durchfahren. Doch das soll sich ändern: der schmale Weg soll nun ausgebaut und auch für den Autoverkehr geöffnet werden. Das bedeutet, dass eine Verbindung zwischen dem Falkenweg (Voßhörn) und dem Lerchenweg (Moorwarfen) entsteht.

Eigentlich sollte diese Verbindungsstraße baulich an den Lerchenweg im Neubaugebiet angepasst werden und somit 5,50 Meter breit werden. Das kritisierten die Anwohner: Schon jetzt würden sie regelmäßig größere Fahrzeuge beobachten, die schneller als 50 Stundenkilometer fahren. Und wenn der Weg jetzt auch noch auf mehr als 5 Meter ausgebaut werden würde, sei eine Rennbahn gegeben, so ein Anwohner. Besonders für die Kinder würde der Ausbau dann gefährlich.

Um den Anliegern diese Befürchtungen zu nehmen, beschloss der Ausschuss den Ausbau der Verbindungsstraße mit folgenden Berücksichtigungen, um den Verkehr zu entschleunigen:

 Die Straßenbreite wird nicht 5,50 Meter, sondern 4,50 Meter betragen

 Es werden zwei Pflanzbeet mit einer Länge von bis zu 15 Metern gebaut – und zwar sowohl am Lerchenweg als auch an dem neuen Verbindungsstück.

Zudem betonte Planer August Fittje vom Planungsbüro Thalen Consult, dass die Kreuzung Falkenweg/Lerchenweg in einer S-Kurve liegt – und dadurch sei kaum möglich, das Autos hindurchrasen.

Mit fünf Ja-Stimmen wurde dem Ausbau in dieser Form zugestimmt. Die SWG stimmte dagegen. So merkte Udo Albers an, dass ihm grundsätzlich der Sinn des Ausbaus nicht aufgeht: „Ich kenne einige Anlieger, die das gar nicht wollen.“ Doch Wilfried Wolken (SPD) erinnerte daran, dass der grundsätzliche Straßenbau ja bereits bei der Erschließung des Neubaugebietes beschlossen wurde.

August Fittje betonte, dass die Anlieger auch Durchfahrtsstraßen benötigen: „Der Verkehr muss fließen. Ich empfehle keinen geschlossenen Ring.“ Ein weiterer Grund, den Verbindungsweg Durchgang überhaupt auszubauen, sei das Oberflächenwasser, das sich bei starkem Regen auf dem Schotterweg sammele.

Nur in einem Punkt kann die Stadt den Anwohnern nicht entgegenkommen: der Wall an der Seite des Schotterwegs muss weg – so oder so. Das gefällt den Anliegern nicht – mühevoll hatten sie ihn bepflanzt.

Weitere Beschlüsse

Die Straße „Grenze“ in Cleverns soll ausgebaut werden. Da sich die Anlieger aber grundsätzlich gegen Straßenbau aussprachen, sollen nun Rasengittersteine eingebaut werden. In der Mitte soll ein etwa 80 Zentimeter breiter Streifen aus Betonstein gebaut werden, um die schlechte Begehbarkeit etwas abzumildern. Kosten für den Straßenbau: 50 500 Euro, für die Beleuchtung: 8000 Euro. Die SWG enthielt sich bei der Abstimmung. Grund: Udo Cremer glaubt nicht, dass der Ausbau rechtlich möglich sei, da es sich nicht um eine richtige Straße handele. Hans Wilhelm Schaus von der Stadt betonte, dass dies rechtlich bereits geprüft sei.

Zum Ausbau der Memeler Straße äußerte ein Anwohner starke Bedenken. Seit vielen Jahren die Straße bereits in einem schlechten Zustand – „weil die obere Deckschicht fehlt“, so der Anwohner. Er und auch weitere Anwohner würden deshalb nicht einsehen, die Kosten zu tragen, weil die Straße ihrer Ansicht nach in den Sechziger-Jahren nicht vernünftig gebaut wurde. Er sehe die Maßnahmen als „Neubau“ an – so müsste die Stadt für die Kosten aufkommen. Die Verwaltung sieht das allerdings als „Instandsetzungsmaßnahmen“ an – so müssen die Anlieger zahlen. Bürgermeister Jan Edo Albers: „Wir haben keine Unterlagen aus der damaligen Zeit, gehen aber davon aus, dass rechtlich richtig und vernünftig gehandelt wurde. Ansonsten empfehle ich Ihnen als Anwohner rechtliche Schritte einzuleiten.“ Zudem beantragte die CDU, die Pflanzbeete zur Verkehrsberuhigung aus den Planungen herauszunehmen. Dem folgte der Ausschuss.

Für die Spielleitplanung soll ein Arbeitskreis gebildet werden. Hierzu gehören jeweils ein Vertreter von Jever Aktiv, des Seniorenbeirats, aus dem Jugendforum, Delegierte der Ratsfraktionen, des Bürgervereins sowie Stadteltern- und Kindergarten-Beirats und des Stadtjugendrings und Bürgermeister Albers. Schlossmuseumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander und Vertreter der Denkmalpflege werden bei Bedarf hinzugezogen.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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