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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mancher Wunsch erweist sich als schwierig

23.07.2014

Bockhorn /Zetel Der Einzelhandel in den kleineren Ortschaften muss sich nicht nur gegen die Konkurrenz aus dem Versandhandel im Internet durchsetzen, es gibt auch eine demografische Entwicklung, die den kleineren Gemeinden Probleme schafft – zugleich aber auch Chancen bietet. Das ist bei der Diskussion am Montagabend in Bockhorn deutlich geworden. Das dritte Strukturproblem im Einzelhandel ist die Übergabe-Regelung: Wie schaffen es Inhaber, geeignete Nachfolger zu finden?

„Die Gemeinden haben eingeschränkte Möglichkeiten“, sagte Bürgermeister Andreas Meinen (Bockhorn) zum Thema Ansiedlung. „Es braucht nicht nur den Laden, sondern auch den Betreiber und eventuell eine Lagerfläche“, sprach Meinen das Thema Drogeriemarkt an, ein langgehegter Wunsch vieler Bockhorner nach dem Ende für „Ihr Platz“. Die vom Bürgermeister erwähnte Politik der kleinen Schritte erläuterte Katja Lorenz, allgemeine Vertreterin des Bockhorner Bürgermeisters. Eine kleine Arbeitsgruppe mit dem Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe sorgt für Ideen. So seien die Bänke am Markt aufgestellt worden, eine Spielecke in der Langen Straße mit einer weiteren Bank entstanden, die Bepflanzung verbessert worden. Gedacht sei auch an eine gemeinsame Weihnachtsbeleuchtung, die über die Lange Straße hinaus ausgedehnt wird. Und schließlich habe die Gemeinde einen Treff für Existenzgründer mit der N-Bank (der staatlichen Förderbank) organisiert.

In Neuenburg hatte der Gewerbeverein einen Politikerstammtisch initiiert und den Bürgermeister Heiner Lauxtermann eingeladen. In Neuenburg sehe er schon Probleme, wenn inhabergeführte Geschäfte aufgeben. Die Gemeinde helfe, wenn sie dazu aufgefordert werde. Anders sei es in Zetel, wo das Einzelhandelskonzept großflächigen Einzelhandel in den Ortskern verweise. Bei einem Ort wie Neuenburg aber zögerten große Filialunternehmen mit der Ansiedlung, weil der Ort zu wenig Einwohner aufweise. Eine Untersuchung habe zudem gezeigt, dass 80 Prozent der Neuenburger sich außerhalb des Ortes versorgen.

Der Wunsch einer Leserin wurde intensiv diskutiert. Sie wünscht sich ein Fischgeschäft mit Restaurant/Imbiss in der Friesischen Wehde. „Das ist wünschenswert, aber schwierig darstellbar“, sagte Lauxtermann und wies auf die technischen (und kostenintensiven) Voraussetzungen hin. Lauxtermann wie auch andere Teilnehmer der Gesprächsrunde gestanden ein, dass das gastronomische Angebot in der Friesischen Wehde verbesserungsfähig sei. Man müsse den Wert der Dienstleistung vor Ort hochhalten, forderte Lauxtermann. Der Ort Zetel sei im Vergleich zum Wilhelmshavener Stadtteil Heppens besser mit Einzelhandel ausgestattet. Und man dürfe den Kunden, der im Internet kaufe, nicht verteufeln.

Dr. Rolf Bruns, Mitglied im Landesvorstand des Apothekerverbands: „Amazon zahlt aber auch nicht die Jugendfeuerwehr.“ Bert Stroje, Neuenburg, ist der Auffassung, dass man die jungen Internet-Kunden über die Schule und Ausbildung erreichen und für den stationären Einzelhandel gewinnen müsse. Ansonsten „haben wir ein gutes Lebensgefühl in der Friesischen Wehde“, warnt er vor Schwarzmalerei und erinnert an den guten Service in den vielen Fachgeschäften.

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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Ihr Platz | N-Bank | Gewerbeverein | Amazon | Jugendfeuerwehr

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