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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Sogar halben Kühlschrank gefunden

21.08.2018

Minsener Oog Die Vermüllung der Nordsee hat weiter zugenommen. Das jedenfalls stellten die Akteure der Müllsammelaktion auf Minsener Oog fest. Dazu hatte zum wiederholten Male die Interessenvertretung der Wattsegler – Soltwaters – e.V. aufgerufen.

20 000 Tonnen Müll

Nach Angaben ihrer Vorsitzenden Iris Bornhold (Berne) beteiligten sich an der Aktion am Samstag rund 70 Frauen, Männer und Kinder, die mit 16 Booten zum Strombauwerk geschippert und dort trocken gefallen waren.

Pro Jahr gelangen rund 20 000 Tonnen Müll in die Nordsee, davon sind rund vier Fünftel Plastik und somit langlebig. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass an 100 Metern Uferlinie 712 Müllteile gefunden werden.

„Die Müllflut eindämmen, das ist unser Ziel. Ganz verhindern werden wir sie nicht“, gibt sich Iris Bornhold pragmatisch. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen und die Wattsegler als Partner des Nationalparks in Position zu bringen, sagt die Frontfrau der Wattfahrer.

Auf Minsener Oog werden die Teilnehmer mit der Geschichte des Strombauwerkes vertraut gemacht und Norbert Hecker von der Nationalparkverwaltung teilt die vier Sammeltrupps den einzelnen Strandabschnitten zu. Der Meeresbiologe Gregor Scheiffarth gibt vor dem Start weitere Basisinformationen: „Nur 30 Prozent des Mülls treibt an der Oberfläche; der Rest bleibt auf dem Meeresgrund.“

Tauwerk und Netzreste

Dann streifen die Aktivisten los. Was sie zutage fördern, ist die ganze Bandbreite der Konsumgesellschaft: ein halber Kühlschrank, Silikonkartuschen, Plastikflaschen, Tauwerk und Fischernetze. Ein Mädchen posiert mit ihrer prall gefüllten Ikeatasche für einen Schnappschuss. Auf ihrem T-Shirt steht: „Girls can change the world“: Mädchen können die Welt verändern.

Eine Gruppe um Aktionschef Gerd Scheffler hat sich des verrosteten Schienennetzes der Inselbahn angenommen: Hier haben sich Tauwerk, Draht und Netzreste verfangen. Mit Akku-Trennschleifer und Drahtscheren rückt sie den Feldbahngleisen zu Leibe und trennt den Müll heraus.

Am Ende des mehrstündigen Einsatzes sind zahlreiche der ein Kubikmeter großen „Bigpacks“ gut gefüllt. 15 Kubikmeter Müll haben die „Soltwaters“-Mitglieder aus Horumersiel, Hooksiel und Bremen gesammelt. Er wird bei nächster Gelegenheit von Schiffen des Wasser- und Schifffahrtsamtes mit ans Festland genommen.

„Es ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel, aber wir werden nicht aufgeben“, gibt sich Iris Bornhold kämpferisch – obwohl die Müllmenge sich gegenüber der letzten Aktion vor zwei Jahren verdoppelt hat.

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