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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Schifffahrt: Minsener Oog: Kampf dem Rost

24.06.2015

Minsener Oog Auf dem Strombauwerk Minsener Oog sind gegenwärtig umfangreiche Bauarbeiten im Gange: Der vor knapp 40 Jahren erbaute Radarturm ist komplett eingerüstet und erhält einen neuen Anstrich. Auch am baugleichen Radarturm Hooksielplate sind im nächsten Frühjahr Korrosionsschutzarbeiten vorgesehen.

Es handelt sich um eine Grundinstandsetzung der beiden Türme der Landradarkette Jade, sagte technischer Oberregierungsrat Tobias Linke vom Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven. „Die aggressive Salzluft der Nordsee setzt der Stahlhülle doch mächtig zu. Da ist nach 40 Jahren eine Grundüberholung fällig“, so der Sachbereichsleiter für Verkehrswesen und Liegenschaften.

Nachts auf der Insel

Die anspruchsvollen Arbeiten werden – so Linke – überwiegend von regionalen Firmen ausgeführt, die auch selbst für den Material- und Personentransport zur Insel sorgen müssen. Im Falle Minsener Oog können die Handwerker die Unterkünfte des WSA nutzten. „Sonst wäre ein solcher Auftrag gar nicht abzuwickeln“, sagt Linke.

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Neben den Neuanstrichen sind auch Stahlbauarbeiten und technische Überholungen notwendig, denn beide Türme wurden zuvor noch nie so umfangreich instand gesetzt. Bis Oktober sollen die Arbeiten am Radarturm Minsener Oog abgeschlossen sein.

Der 54 Meter hohe Radarturm gehört zur Funkortungskette Jade und deutsche Nordsee. Anfangs trug der Turm zudem noch ein Quermarkenfeuer, das auf Kurswechselpunkte im Jadefahrwasser aufmerksam machte. Das Quermarkenfeuer wurde 1998 verlöscht.

Auf dem Radarturm Hooksielplate stehen neben der Erneuerung des Korrosionsschutzes auch substanzerhaltene Stahlbauarbeiten an. Hinzu kommen Abdichtungsarbeiten an den vorhandenen Containern. Für Hooksielplate sind der Ersatz der auf dem Turm installierten Stromversorgung inklusive der Dieseltankanlage ausgeschrieben. Diese Arbeiten sollen im kommenden Jahr erledigt werden.

Zentrale Wilhelmshaven

Alle Informationen der Landradarkette laufen in der Verkehrszentrale Wilhelmshaven zusammen. Dort verschmelzen die mit den verschiedenen Umweltsensoren und technischen Erfassungsgeräten gewonnenen Einzelinformationen zu einem umfassenden Lagebild. Damit bildet der Arbeitsplatz heute einen der modernsten technischen Standards in der Verkehrsraumüberwachung ab.

Insgesamt registrierte und überwachte die Verkehrszentrale im Bereich Deutsche Bucht im vergangenen Jahr etwa 61 000 Schiffe vom Autotransporter über das Kohlenschiff, den Kreuzfahrer und den Tanker sowie Containerriesen bis zum Kleinfahrzeug; speziell auf der Jade war ein Verkehrsaufkommen von gut 5300 Schiffsbewegungen zu registrieren. Die Verkehrszentrale Wilhelmshaven ist Teil des Verbundes „System Maritime Verkehrstechnik“, in dem vergleichbare Überwachungsarbeitsplätze an acht weiteren Standorten entlang der Nord- und Ostseeküste die Verkehrsüberwachung auf dem Wasser sicherstellen.

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