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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Oberahmer Peldemühle: Mit 250 Jahren besser in Form denn je

18.08.2014

Neustadtgödens Das ist nicht leicht zu toppen: Ihren 250. Geburtstag erlebt die Oberahmer Peldemühle in Neustadtgödens in wohl besserer Verfassung als jemals zuvor. Grund dafür ist der überaus aktive Förderverein, der dafür gesorgt hat, dass die Mühle in den vergangenen zehn Jahren für rund 350 000 Euro grundlegend saniert wurde. Der Förderverein wurde anlässlich des Jubiläums für seine vorbildlichen Aktivitäten mit dem „Friesland-Taler“ ausgezeichnet.

Die Oberahmer Peldemühle erlebte eine wechselvolle Geschichte. 1764 als zweistöckiger Galerieholländer erbaut, drehten sich die Flügel der Mühle, der eine Landwirtschaft und eine Bäckerei angegliedert war, viele Jahre. „Das Mädchen“, wie der freiwillige Müller Dietmar Weiß „seine“ Mühle liebevoll nennt, wurde erst 1966 stillgelegt. 1984/85 wurde die Mühle saniert, verfiel dann aber doch wieder und im Jahr 1999 fegte ein Sturm so dermaßen über Neustadtgödens, dass zu befürchten war, die Mühle müsse abgerissen werden.

Mit notdürftigen Maßnahmen wurde das verhindert und ab 2004 wurde sie Schritt für Schritt grundlegend saniert. Heute dreht sich die Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Peldegang, dass es eine Freude ist. Und die hatten auch die freiwilligen Müller, zu denen neben Dietmar Weiß auch Wolfgang Kasper und Karl-Edzard Heeren gehören: Denn am Sonnabend, pfiff der Wind ordentlich und brachte die Flügel zum Drehen und die Zahnräder zum Laufen. Dietmar Weiß spannte die Segel und schob die Flügel an, es dauerte nicht lange und es ratterte ordentlich im Gebälk und unten liefen die frisch gepulten Graupen ein. Daran hatten auch die Besucher ihre Freude. Etliche ließen sich auch die Fortschritte der Sanierung erklären.

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Doch zuvor gab es in einer offiziellen Feierstunden viel Lob für die Müller und den Förderverein Neustadtgödenser Mühlen. Der Verein wurde erst im Juni 2013 aus der Taufe gehoben, er besiegelt eine Kooperation zwischen dem Förderverein für den Erhalt der Oberahmer Peldemühle, dessen Sorge zuvor allein der Mühle in Oberahm galt, und dem Heimatverein Gödens-Sande, der sich zuvor um den Erhalt der Wasserschöpfmühle auf dem Wedelfeld gekümmert hatte.

Die Kooperation sollte höhere Effizienz bringen und zudem wurden neue Konzepte erarbeitet, die auch im Bereich Tourismus interessante Angebote versprachen. In dem neuen Förderverein wurden Karl-Georg Graf von Wedel als 1. Vorsitzender und Erich Janßen als 2. Vorsitzender gewählt. Nachdem im vergangenen Herbst Janßen unerwartet verstoben war und vor wenigen Wochen von Wedel starb, wollte der Verein jetzt nur eine Feier in ganz kleinem Rahmen ausrichten. Dennoch gab es mit dem Friesland-Taler eine hohe Auszeichnung.

Wie die Arbeit weitergeht, welche Konzepte weiterhin verfolgt werden können, muss sich in den nächsten Wochen zeigen. Ulrike Schlieper würdigte die Verstorbenen als „zwei große Persönlichkeiten für unsere Mühlen“. Besonderes Lob hatte sie für die Müller, „denn es geht ja nicht nur um die Nostalgie und den schönen Anblick, sondern um den Einsatz und den Erhalt der Technik“, so die 2. Vorsitzende. Gustav Zielke, der als stellvertretender Landrat den Friesland-Taler an den Mühlenverein übergab, sprach von gelebter Geschichte, die das Industriedenkmal spiegele.

Unterstützung gibt es fortan übrigens auch aus der Gemeinde Zetel: Bürgermeister Heiner Lauxtermann übergab die Anmeldung der Gemeinde als zahlendes Mitglied im Förderverein – die Wasserschöpfmühle steht nämlich auf Zeteler Gebiet.

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