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Frantz Massenat verlässt die Baskets
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Tschüss Oldenburg
Frantz Massenat verlässt die Baskets

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mit 80 Jahren geht’s an den Computer

24.01.2011

VAREL Als Johann Folkers auf Lehrstellensuche ging, war das Angebot sehr klein. Genaugenommen gab es für den Jugendlichen im Kriegsjahr 1945 gar keine Möglichkeit, eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Dann hörte Folkers, dass eine Holz- und Baustoffhandlung in Esens einen Lehrling suchte. Folkers rannte so schnell er konnte dorthin. Der Chef war nicht begeistert, hatte er doch die Bewerbersuche gerade abgeschlossen. Folkers blieb beharrlich und überredete ihn, seine handschriftliche Bewerbung anzunehmen. Die akkurate Schrift und Schnelligkeit sowie seine Rechenübung überzeugten. Am nächsten Tag konnte Folkers als kaufmännischer Lehrling anfangen. „Im ersten Jahr gab es 25 Reichsmark im Monat“, erinnert sich der Pensionär, der am Sonntag das 80. Lebensjahr vollendete. Bis 1951 blieb Folkers, der aus Nobiskrug bei Esens stammt, in dem Betrieb. Als Kaufmann wollte er sich in seiner Branche weiterbilden. Das war in Esens nicht möglich. Da hörte Folkers von der Firma Logemann in Bockhorn. Inhaber Werner Logemann ermöglichte Folkers eine Sägewerksausbildung und schickte ihn zur Bundesfachschule der Sägewerker.

Im Jahr 1954 bot sich dem erst 23-Jährigen die Möglichkeit, die in Schieflage geratene Baustoff-Firma Vareler Holz zu übernehmen. Folkers zögerte zunächst, sagte dann aber schließlich auf Drängen von Werner Logemann Ja. Er wechselte nach Varel, wo er und seine Frau Gertrud ein Grundstück nahe der Vareler Mühlen fanden und ein Haus bauten. Er führte die Firma aus den roten Zahlen, nach einem Jahr erhielt er Prokura, nach sieben Jahren wurde er Mitgesellschafter der Traditionsfirma. Bis zu seinem Ausscheiden im Februar 1993 wirkte er in dem Unternehmen, das in der Region einen guten Namen hat. Seitdem ist der Unternehmer Rentier, muss seit einigen Jahren aber kürzer treten, als die Ärzte ein Lungenemphysem diagnostizierten.

Seit dreieinhalb Jahren ist Jonny, wie ihn seine Freunde nennen, auf Sauerstoff angewiesen, den er in einer Flasche mit sich trägt, damit er mobil bleibt. In seinem Haus befindet sich auch ein Tank, aus dem er reinen Sauerstoff inhaliert. Den Mut hat der begeisterte Hobbyfilmer und -fotograf trotz seines Handicaps nicht verloren. „Ich versuche mobil zu bleiben, das ist oft anstrengend.“ Unterstützung holt er sich von seiner Familie und der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem (Luftikus).

Einen Einschnitt hat der 80. Geburtstag übrigens gebracht. Folkers, der bislang einen Computer verweigert hatte, bekam einen kompakten Rechner geschenkt. Den will Jonny Folkers nun ausprobieren und die vielen Anwendungsmöglichkeiten nutzen.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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