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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

PROZESS: Mit angeblichem Reichtum den Partner betrogen

18.10.2005

[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE]JEVER /SCHORTENS JEVER/SCHORTENS/EL - Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Jever musste sich gestern eine 36-jährige Altenpflegerin aus Schortens u.a. wegen diverser Betrügereien, die sie im Rahmen eines Beziehungsdramas begangen hatte, verantworten.

Anfang vergangenen Jahres hatte die Frau einen heute 26-jährigen Kraftfahrer aus Thüringen im Internet kennen gelernt. Sein Interesse hatte sie mit der Behauptung, erst 23 Jahre alt zu sein, geweckt.

Nachdem die 36-Jährige dem Thüringer zur Untermauerung ihrer Angaben ein attraktives Foto ihrer 17-Jährigen Tochter zugeschickt hatte, fand dieser großes Gefallen an ihr, so dass die 36-Jährige ihren neuen Freund schließlich besuchte. Obwohl schnell aufflog, dass die Altersangaben der Frau aus dem Westen nicht stimmten, blieb das Paar zusammen.

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Die 36-Jährige log dem 26-Jährigen und dessen Eltern laut Anklage vor, durch eine große Erbschaft schwerreich zu sein und im übrigen wegen eines unheilbaren Tumorleidens bald sterben zu müssen. In großem Stil plante die Angeklagte sodann den Kauf mehrerer Häuser und versprach dem 26-Jährigen, dessen sämtliche Schulden zu übernehmen.

Der vermeintliche Reichtum führte zur baldigen Hochzeitsplanung. Als die Ringe schon gekauft waren, kam heraus, dass die 36-Jährige bereits verheiratet war, zwei Kinder hatte und dass sie zudem unter falschem Namen lebte. Trotzdem kam es nicht zu einer Trennung.

Die Angeklagte behauptete nämlich, mit Zwillingen schwanger zu sein und mietete unter Angabe falscher Personalien zwei Ferienwohnungen in Wilhelmshaven, die das Paar nacheinander bezog. Mietzahlungen blieben schon bald aus. Außerdem meldete die Angeklagte mittels einer gefälschten Vollmacht ein Auto auf den Namen des Thüringers an. Der 26-Jährige erfuhr davon erst, als ihm ein Steuerbescheid ins Haus flatterte.

Als der 26-Jährige begriff, dass kein Geld vorhanden war, kam es zu lautstarken Streitereien und Handgreiflichkeiten. Enttäuscht kehrte der Thüringer schließlich zu seinen Eltern zurück.

Die 36-Jährige gab die ihr vorgeworfenen Taten gestern vor Gericht unumwunden zu. Offensichtlich hatte die wegen Betruges erheblich vorbestrafte Angeklagte, die selbst keinen Vorteil aus ihren Betrügereien gezogen hatte, aus einem krankhaft übersteigerten Bindungsbedürfnis heraus gehandelt.

Da das Amtsgericht ein dringendes Therapiebedürfnis feststellte, verurteilte es die Angeklagte unter Einbeziehung einer weiteren Vorstrafe zu einer 19-monatigen Freiheitsstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Zur Bedingung wurde ihr eine Psychotherapie nach Weisung der Bewährungshilfe gemacht.

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