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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mit Charme und Kreativität Vertrauen gewinnen

14.03.2017

Jever „Echt grün – Eure Landwirte“: Der Kreislandvolkverband Friesland zeigt mit der Kampagne Selbstbewusstsein und will Landwirtschaft und Gesellschaft einander näher bringen. Die Aktion, an der sich sechs Kreislandvolkverbände, darunter Friesland, beteiligen, ist ausgeklügelt von Kajo Wasserhövel, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der SPD und Parteistratege.

Was die Werbeoffensive bis 2018 bewirken soll, stellte Wasserhövel von der Beratungsagentur „Elephantlogic“ den Mitgliedern des Kreislandvolkverbands Friesland jetzt vor.

Die zentrale Botschaft der Kampagne: Die deutschen Landwirte erzeugen mit Hingabe und Verantwortung preiswerte Nahrungsmittel in hoher Qualität und dabei tier- und umweltfreundlich. Das Ziel: Mit Charme und Kreativität das verrutschte Bild der Landwirtschaft geradezurücken, um sich die Sympathien der Verbraucher zurückzuerobern. Und das soll mit jeder Menge Witz und unerwarteten Wendungen und optisch unterstützt mit Plakaten und Bannern erreicht werden.

Hier gilt die Devise, ohne ideologische Festlegungen das Gespräch mit den Kritikern zu suchen. Wasserhövel informierte auch darüber, wie Politiker ticken und nach welchen Kriterien sie entscheiden – „denn die Landwirtschaft braucht neue, verlässliche Freunde in Hannover und Berlin“, sagte er. Zur Imagekampagne gehört auch die Neu-Definition von „Agrarwende“, mit der die Landwirtschaft die Nachhaltigkeit ihrer Betriebsweise deutlich machen will. Dass moderne Technik in anderen Bereichen als Verbesserung der Arbeitsbedingungen bewertet wird, werde den Bauern, so Wasserhövel, als Technisierung der Landwirtschaft angelastet.

„Die große Schlacht darum, ob die Landwirtschaft in Deutschland eine starke Branche bleibt, oder ob die Versorgung der Bevölkerung künftig über Importwaren abgedeckt wird, wird in den nächsten Jahren geschlagen“, orakelte der ehemalige Wahlkampfstratege von Gerhard Schröder.

Bis 1970 gab es noch eine Million landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, jetzt sind es noch 300 000 – Tendenz fallend. Und das bedeutet: Weniger Betriebe müssen mehr produzieren, damit Deutschland nicht von anderen Staaten abhängig wird. Der ländliche Raum lebe mit und von der Landwirtschaft – und sollte nicht von Antiagraraktivisten zerstört werden, die 180 Prozent Tierschutz bei null Landwirtschaft propagieren, so Wasserhövel.

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Kreislandvolkverband | SPD