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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Integrationslotsen: Mit Selbstbewusstsein allein das Haus verlassen

24.09.2015

Hohenkirchen Sicheren Stand einnehmen mit breit stehenden Beinen, ein Fuß steht leicht versetzt, dann beide Arme heben, die Handflächen zeigen nach vorne, und deutlich und bestimmt „Halt!“ sagen: Wenn jemand sich bedrohlich nähert, ist das eine Möglichkeit, ihn in die Schranken zu weisen.

Sabrina Perl vom Jiu Jitsu-Center Samurai in Hohenkirchen macht mit Hilfe ihres Vaters Erich Perl vor, wie das aussehen soll. Und dann sind auch die Mädchen und jungen Frauen, die mit Grete Gilliam-Hill und Claudia Günther ins Samurai-Center gekommen sind, an der Reihe.

Wangerlands Integrationslotsin Grete Gilliam-Hill hat für Mädchen ab zwölf Jahren und Frauen mit Migrationshintergrund gemeinsam mit dem Sportverein Eintracht Wangerland, zu dem das Kampfsportzentrum gehört, einen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursus organisiert. Zwölf Frauen haben sich dazu angemeldet.

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„Es ist wichtig für die Frauen, dass sie vor die Tür kommen“, weiß Grete Gilliam-Hill. Doch da manchen das Selbstbewusstsein fehle, alleine und eigenständig das Haus zu verlassen, könne das Training helfen.

Zwölfmal findet das Training nun dienstagabends statt. Zum ersten Treffen kam zwar nur die Hälfte der angemeldeten Frauen – „bei manchen hat es nun doch nicht geklappt, weil sie krank sind oder niemanden haben, der sich um die Kinder kümmert“, erklärt Gilliam-Hill. Sie hofft aber, dass sie zu den nächsten Abenden dazustoßen.

Das Selbstbehauptungstraining hatte sie extra auf Dienstagabend gelegt, denn bisher fand dann das Frauenschwimmen für Migrantinnen statt, das stets sehr gut besucht war. „Der Termin ist also bekannt. Manche brauchen vielleicht auch noch etwas Anschub“, meint die Integrationslotsin.

Die jungen Frauen und Mädchen aus Syrien, Albanien und dem Kosovo, die bereits am ersten Abend teilgenommen haben, hatten jedenfalls Spaß und haben viel gelernt: Sie übten selbstbewusstes Auftreten, probierten aus, wie sie beim Zugehen auf ein grimmig blickendes Gegenüber wirken sollten und wie sie jemanden in die Schranken weisen.

„Wer wird häufiger angegriffen, der aufrechte, selbstbewusste Mensch oder der, der ängstlich wirkt?“ fragt Erich Perl zu Beginn. Schnell sind sich alle einig, dass, wer ohnehin ängstlich aussieht, schneller zum Opfer wird. Deshalb ist die beste Verteidigungsstrategie, sich gar nicht erst verteidigen zu müssen. Und dabei hilft selbstbewusstes Auftreten.

Wenn es dann dennoch handgreiflich zur Sache geht, sollen sich die jungen Frauen wehren können. Wie, das lernen sie im Lauf der nächsten Abende. Eine der sichersten Strategien zur Selbstverteidigung ist, wie Erich Perl erklärt: den Rückzug antreten. „Das ist niemals feige“, betont er.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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