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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mitten im öffentlichen Leben

20.09.2014

Bockhorn „Mitten im öffentlichen Leben“ – so skizziert Katja Lorenz, Vertreterin des Bockhorner Bürgermeisters, die Wohnstätte Bockhorn an der Neuenburger Straße, die seit 40 Jahren besteht. Bei der „Geburtstagsfeier“ am Freitagnachmittag vor zahlreichen Gästen und Bewohnern würdigte sie die Einrichtung für Menschen mit Behinderung, das im Ortszentrum angesiedelt wurde: „Das Leben der Gemeinde erfährt dadurch eine wertvolle Ergänzung“, sagte Katja Lorenz.

Guter Kontakt

Petra Mingo, stellvertretende Geschäftsführerin des Trägers, der Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS), sieht es ähnlich. Bockhorn sei ein gutes Beispiel, wie Einrichtung und das Leben in der Gemeinde in gutem Kontakt stünden. Das Leben in der Wohnstätte sei von Freude und Spaß gekennzeichnet. Stärke beweise die Wohnstätte, wenn sie auch schwierigen Zeiten und Krisen ihrer Bewohner meistere. Die Einrichtung sei deshalb ein gelungenes Beispiel für Inklusion.

Seit fast 40 Jahren ist Hans-Joachim Schulze mit der Wohnstätte verbunden, die er heute als Leiter des Wohnverbunds begleitet. Er gab einen Rückblick auf die vier Jahrzehnte. Am 1. Oktober 1974 wurde die Wohnstätte als dritte Wohnstätte der Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit gegründet. Genutzt wurde die ehemalige Fabrikanten-Villa des Ziegeleibesitzers August Lauw, die später auch einmal als Hotel „Zum goldenen Elefanten“ diente. Angefangen hatte alles als Wohnheim für 16 Männer mit geistiger Behinderung. Später wurde es mehrfach erweitert, verschwanden die Mehrbettzimmer zugunsten von Einzelzimmern und Wohnräumen für Gruppen. Pflegebäder wurden eingerichtet und ein Lift eingebaut. Die Wohnstätte in Bockhorn hat heute 30 Plätze und bietet eine Betreuung 24 Stunden am Tag. Das besondere an der Gründung vor 40 Jahren skizzierte Hans-Joachim Schulze: „Viele Menschen mit Behinderung lebten damals in Großeinrichtungen“, sagte der Leiter des Wohnstättenverbunds. Die Wohnstätte in Bockhorn sei zwar keine Pflegeinrichtung, doch wolle man die behinderten Menschen auch im Alter betreuen, um ihnen keinen Wechsel aus der gewohnten Umgebung zuzumuten. Aus anfänglich sechs Mitarbeitern wurden mit der Zeit 17 festangestellte Mitarbeiter.

Spende von Firma Fröllje

Zum Wohnverbund Friesland-Süd gehören auch Wohngruppen in Varel (Mühlenstraße und Lange Straße), das Windrad in Grabstede, Wohngruppen in Zetel. Die GPS betreibt ferner die Werkstatt in Jeringhave und die Heilpädagogische Tagesstätte in Seghorn mit der Wehde-Schule.

Zum 40jährigen Bestehen gab es ein buntes Programm mit Grußworten und einem Auftritt des Rotenhahner Küstenchors, einem Chor, der aus behinderten und nichtbehinderten Erwachsenen besteht und der Seemanns- und Unterhaltungslieder singt. Aikido-Lehrerin Heike Kickler (Varel) zeigte mit ihren Aikido-Schülern aus der Werkstatt Jeringhave Übungen.

Bäckermeister Thore Fröllje überbrachte ein stolzes Geburtstagsgeschenk: 1000 Euro erhalten die beiden Einrichtungen in Grabstede und Bockhorn. Das Geld stammt aus dem Brotverkauf seit dem Umzug der Filiale Bockhorn.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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