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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Nach Fototermin Vorwürfe und Austritte

29.01.2014

Horum Der Verein Historische Seenotrettung Horumersiel hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Das war dem Jahresbericht des Vorsitzenden Wieland Rosenboom im „Frieslandstern“ in Horum zu entnehmen. Es gab zwar zehn Neuaufnahmen, aber auch sechs Austritte, darunter Kassenwart Volker Prüter. Aktuell hat der Verein 38 Mitglieder.

Rosenboom ging auf die Austrittsgründe ein. „Mir wurde Inkompetenz vorgeworfen“, sagte er. Kritisiert wurde etwa der Einsatz des in Hooksiel stationierten Seenotkreuzers „Vormann Steffens“ bei einem Fototermin für das 150-jährige Bestehen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), das 2015 gefeiert wird.

Man hätte damit die Station Horumersiel beauftragen können, habe es geheißen. „Das kann und darf ich nicht“, sagte Rosenboom. Denn den Auftrag erteilt habe die DGzRS. Der Verein Historische Seenotrettung habe für den Fototermin das 1906 gebaute Ruderrettungsboot „August Grassow“ flott gemacht. Die Besatzung bekam selbst gebaute Korkwesten, ruderte und segelte für das Bild des DGzRS-Kalenders 2015 vor Mellum.

An Bord der dort liegenden „Vormann Steffens“ wiederum hielt ein Fotograf der Gesellschaft aus Bremen das Ereignis im Bild fest. In den Hafen Horumersiel wurde das Ruderboot nach dem Termin von der „Adele“, dem Tochterboot des Seenotkreuzers, zurückgeschleppt.

Eine Besonderheit gab es an Land zu sehen. Sechs Pferde des Friesland-Gestüts zogen das Ruderrettungsboot wie in alten Zeiten zum Hafen. „Ich finde die Austritte schade und bedaure sie sehr“, sagte Rosenboom.

Da der Kassenwart Amt und Mitgliedschaft aufgegeben hatte, musste ein Nachfolger gewählt werden. Jürgen Jürgens aus Schortens wurde gewählt. Der Neue ist in Horumersiel aufgewachsen, war lange Zeit außerhalb Frieslands tätig und kehrte nun wieder in seine Heimat zurück, stellte Rosenboom ihn vor.

Neuer Gerätewart wurde Gerd Kelterborn aus Horum. Eigentlich hätte er die Bezeichnung technischer Leiter bekommen sollen. Doch der Verein müsse noch mit der alten Satzung arbeiten, die den Begriff Gerätewart enthalte, sagte Vereinsanwalt Edo Albers. Als Koordinator für die Arbeitseinsätze bestimmten die 16 Anwesenden Enno Meynen aus Hohenkirchen, den amtierenden zweiten Vorsitzenden. Neuer Kassenprüfer wurde Uwe Spelsberg aus Horumersiel.

Im Mai beginnt für den Verein, der sich um die Erhaltung historischer Seenotrettungsgeräte kümmert, die neue Saison. An jedem dritten Mittwoch im Monat wird bis zum Oktober das Ruderrettungsboot „August Grassow“ aus dem Rettungsschuppen im Horumersieler Hafen gezogen und von 17 bis 19 Uhr gezeigt. Im Gebäudeinneren ist für die Öffentlichkeit zugleich eine Ausstellung mit historischen Geräten zu sehen.

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