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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Neubau ist sinnvoller als Sanierung“

04.12.2008

SCHILLIG Die katholische St. Marienkirche in Schillig ist so marode, dass eine Sanierung sich nicht rechnet. Das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta plant deshalb einen Neubau. „Wir haben einen eklatanten Sanierungsbedarf von rund 1,6 Millionen Euro. Ein Neubau auf der alten Bodenplatte kann mit 1,8 bis zwei Millionen Euro veranschlagt werden“, berichtete am Mittwoch Pfarrer Lars Jörg Bratke, Vorsitzender des Kirchenfonds St. Marien Schillig.

Ähnlich wie beim alten Pfarrhaus seien bei der Marienkirche Materialien verwendet worden, die nicht in die Region passen. Die Kalksandstein-Fassade befindet sich an vielen Stellen in einem maroden Zustand, die Attika ist asbesthaltig und die das Dach tragenden Leimbinder haben ebenfalls durch Zeit und Wetter gelitten. „Ein Neubau mit regionaltypischen Materialien ist die dauerhafteste und solideste Lösung“, so Bratke.

Wie die neue Kirche aussehen wird, steht allerdings noch nicht fest. Das Offizialat schreibt dazu einen Architektenwettbewerb aus, an dem sich fünf Büros beteiligen. Nach der Hauptsaison 2009 soll mit dem Bau begonnen werden.

Auch die neue Kirche soll die gewohnt lebendigen Gottesdienste ermöglichen. Einige Ausstattungsgegenstände wie die Marienstatue, die Christusfigur und der Kreuzweg sollen, so Bratke, als „vertraute und alte Bekannte“ in den Neubau einbezogen werden. Auch die Fotovoltaikanlage vom Kirchendach soll wieder installiert werden.

Der Kirchenfonds St. Marien, der sich um die Belange der Urlauberseelsorge in Schillig und Hooksiel kümmert, war bei der Gründung der Pfarrei St. Benedikt Jever-Schortens-Wangerland im vergangenen Jahr aus der neuen Verwaltung ausgeklammert worden. Denn die Aufgaben der Urlauberseelsorge unterscheiden sich erheblich von den Aufgaben in einer normalen Pfarrei.

„Der Neubau der Kirche an der Küste setzt ein Zeichen für die Ortsgemeinde, aber auch für Menschen aus allen Teilen Deutschlands, die hier im Urlaub den Gottesdienst mitfeiern“, betont Bratke. Die St. Marienkirche in Schillig und St. Ansgar in Hooksiel bilden die geistlichen Zentren der Urlauberseelsorge auf den Campingplätzen des Wangerlands.

Auch der im vergangenen Jahr profanisierten Kirche St. Hedwig in Hohenkirchen steht der Abriss bevor. 1975 gebaut, diente die Kirche mit Gemeindezentrum und Versammlungsraum bis zur Schließung der Wangerland-Kaserne den Soldaten als Garnisons- und der Gemeinde als Pfarrkirche. Da bisher kein Käufer für das Gebäude gefunden wurde, wird es abgebrochen und dann das Grundstück verkauft.

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