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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Forstamt Neuenburg: Frauen sind im Wald die Ausnahme

31.12.2019

Neuenburg Der Wald gehört den Männern. Zumindest könnte man das meinen, wenn man nachschaut, wer im Wald arbeitet – und da sind Frauen tatsächlich eher ein seltener Anblick. Unter den Förstern bei den Niedersächsischen Landesforsten finden sich gerade einmal 20 Prozent Frauen, bei den verbeamteten Förstern sind es gerade einmal sieben Prozent und unter den Forstwirten sinkt der Frauenanteil noch einmal und landet bei etwa fünf Prozent. Von den 24 Forstamtsleitern sind nur zwei Frauen. Die Arbeit im Wald ist immer noch eine ganz klare Männerdomäne.

Ausnahmen in Neuenburg

Dass die Arbeit aber auch genauso gut von Frauen geleistet werden kann, beweisen Wibeke Schmidt, Försterin beim Forstamt Neuenburg, und Ronja Kuhz, Auszubildende zur Forstwirtin im ersten Lehrjahr, jeden Tag. Warum sie eher die Ausnahme in ihrem Beruf sind? „Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Viele Frauen trauen sich das nicht zu“, sagt Ronja Kuhz. Für Wibeke Schmidt spiegelt sich darin auch einfach eine gesellschaftliche Entwicklung wider: „Die Berufswelt an sich war lange Zeit eine Männerwelt.“ Und in der Forstwirtschaft scheint sich der Wandel eben nur etwas langsamer zu vollziehen.

Viele Frauen im Studium

Dabei ist das Geschlechterverhältnis im Forstwirtschaftsstudium oft noch ein ganz anderes. Laut Rainer Städing, Sprecher der Landesforsten, ist das Verhältnis dort nahezu ausgeglichen. Aber nur wenige Frauen landen dann tatsächlich bei der Arbeit im Wald. „Viele gehen in Bereiche rund um den Umweltschutz, in NGOs oder die Forschung“, sagt er.

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Frauen stolpern dann eher zufällig – wie Wibeke Schmidt, die den Beruf dank eines Schulpraktikums für sich entdeckte – oder durch eine gewisse familiäre Vorprägung – so wie bei Ronja Kuhz in der Forstwirtschaft. Ein Onkel arbeite im Forstamt, einen Jagdschein hat sie auch. „Außerdem habe ich keine Lust, den ganzen Tag nur im Büro zu sitzen“, sagt die Auszubildende.

Unter ihren Mit-Azubis ist sie die einzige Frau. Samthandschuhe gibt es deshalb aber nicht. „Ich werde genauso behandelt, wie die anderen auch“, erklärt die 18-Jährige.

Anstrengende Arbeit

Natürlich sei die Arbeit im Wald körperlich fordernd – gerade für Forstwirte. „Die erste Arbeit mit der Motorsäge war anstrengend. Besonders am Anfang verkrampft man dabei“, sagt Ronja Kuhz. Aber gerade der technische Fortschritt hat die Arbeit auch sehr viel leichter gemacht. Hydraulische Keile helfen beim Fällen der Bäume enorm, die Motorsägen werden leichter, das Holzspalten übernehmen Maschinen und der Einsatz von Harvestern nimmt den Waldarbeitern eine ganze Menge körperlicher Arbeit ab. „Die Arbeit ist für Männer und Frauen schaffbar“, ist sich Wibeke Schmidt sicher.

Familie und Job vereinbar

Auch was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeht, könnten zumindest Försterinnen durchaus profitieren. „Bei Förstern ist das optimal. Die Zeit kann man sich selbst einteilen oder man kann die Kinder einfach mit in den Wald nehmen. Abends kann man sich dann noch an den Schreibtisch setzen“, sagt Wibeke Schmidt. Bei den Forstwirten sei das schon schwieriger: Da gebe es feste Arbeitszeiten und die Arbeit kann – anders als bei den Förstern – nur in der Gruppe und nicht allein bewältigt werden. Auch schwangere Frauen sind wegen der anstrengenden Arbeit und dem Umstand, dass es alleine kaum etwas zu tun gibt, eine ganze Zeit lang raus aus dem Job.

Die Auszeiten vom Beruf werden aber dank der Elternzeit auch bei den Männern länger und häufiger. „Das macht es auch für den Arbeitgeber anspruchsvoller“, sagt Rainer Städing. Im Augenblick finde in den Landesforsten zudem ein Generationenwechsel statt, viele Stellen müssten in den nächsten Jahren neu besetzt werden. Gut möglich, dass dann auch mehr Frauen einen Job in der Forstwirtschaft ergreifen und der Wald dann nicht mehr fest in Männerhand ist.

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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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