• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Neuenburg verändert sein Gesicht

29.11.2017

Neuenburg Der Ort Neuenburg könnte in ein paar Jahren ein völlig neues Gesicht zeigen. Nicht nur, dass der Gewerbeverein bald ausgewählte Gebäude mit einer professionellen Fassadenbeleuchtung in Szene setzt, und dass die Schlossgärten aufwendig neu gestaltet werden sollen. Jetzt wurde bekannt: Für Neuenburg könnten Fördermittel für eine Ortskernsanierung genehmigt werden.

 Die Ortskernsanierung

Was so etwas bewirken kann, ist in Zetel zu sehen: Im vorderen Teil der Hauptstraße ist von den tristen Betonflächen und der faden Asphaltstraße nichts mehr übrig. Die Straße und der Bereich drumherum wurden mit Fördergeldern von Bund und Land und mit Mitteln der Gemeinde modern gestaltet. Gehweg, Parkflächen und Fahrbahn sind zu einem öffentlichen Verkehrsraum verschmolzen. 1,5 Millionen Euro sind geflossen, und zwar zu gleichen Teilen von Bund, Land und Gemeinde. Eine solche Drittel-Regelung könnte es auch für Neuenburg geben.

In dem Ort gibt es noch einige Ecken, die der Zeteler Hauptstraße in ihrem früheren Zustand gleichen – Teile der Lindenstraße zum Beispiel. Die Gemeinde hat jetzt Fördermittel für die Ortskernsanierung von Neuenburg beantragt. Dabei könnten auch die Hauseigentümer Zuschüsse für Renovierungsarbeiten an ihren Häusern, etwa für neue Fenster, beantragen.

Gerade laufen die vorbereitenden Untersuchungen. Zum festgelegten Bereich gehört die Westersteder Straße von der Kreuzung mit der Bundesstraße bis zur Abbiegung Astede inklusive den Nebenstraßen Schlossgang und Lindenstraße. „Es muss für eine Ortskernsanierung immer ein abgegrenzter Kernbereich angenommen werden“, sagt Erster Gemeinderat Bernd Hoinke. „Es hat bereits eine Begehung mit einem Städteplaner gegeben.“

Der Vorstand des Gewerbevereins Neuenburg wünscht sich vor allem, dass die Verkehrsnebenräume an der Westersteder Straße so gestaltet werden, dass die Besucher gern nach Neuenburg kommen, um dort zwischen Schloss, Rauchkatengelände, Gastronomiebetrieben, Möbel- und Autohäusern zu flanieren. Arnim Penning vom Autohaus Penning etwa wünscht sich schöner gestaltete Gehwege, aber auch eine Auswirkung der Ortskernsanierung auf Fassaden und Fenster der Gebäude.

 Die Beleuchtung

Um Neuenburg besser in Szene zu setzen, hat sich der Gewerbeverein schon einiges einfallen lassen. Das neuste Projekt ist die professionelle Fassadenbeleuchtung. Mit einem ausgeklügelten Licht-Konzept sollen unter anderem die fünf Bäume vor der Apotheke an der Westersteder Straße und das Harms-Huus angestrahlt und in Szene gesetzt werden. „Wir wollen alles ins richtige Licht rücken und auch gemütlicher machen“, sagt Christoph Groß vom Möbelhaus Charisma.

Anfang des kommenden Jahres sollen erste Teile des aufwendigen Beleuchtungskonzeptes umgesetzt werden. „Es ist wie ein Puzzle, Stück für Stück arbeiten wir daran, dass Neuenburg attraktiver wird und attraktiv bleibt“, sagt Penning. „Wir müssen aber auch zeigen, was wir haben.“

 Der Schlossgarten

Neuenburg soll zeigen, was es alles hat, und das heißt auch, dass der Schatz im Herzen des Ortes, das Schloss, viel besser vermarktet werden müsse. Der Schlossgarten sei ein „Juwel, das geschliffen werden muss“, sagt Landschaftsarchitekt Frank Glaßl, der selbst ein Konzept entwickelt hat. Denn der Schlosspark soll komplett umgestaltet werden. Dazu gehört auch, dass die Eingänge zum Schloss und zum Schlosspark viel prächtiger und einladender gestaltet werden sollen, damit das Schloss und die Gärten in Neuenburg im öffentlichem Raum zur Geltung kommen. Auch für dieses Projekt fließen Fördermittel: Für die Rekonstruktion der ursprünglichen Strukturen rund um das Neuenburger Schloss hat der Bund 250 000 Euro zugesagt. Der Schlosspark könnte, wenn es nach den Plänen der Landschaftsarchitekten geht, wieder zu dem gemacht werden, was er einmal war: ein aufwendig vom berühmten Landschaftsgärtner Christian Ludwig Bosse entworfener Park mit Lustgarten.

„Anfang nächsten Jahres werden wir zu Gesprächen am Runden Tisch einladen. Es sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, bei denen sich auch die Bürger beteiligen können“, sagt Bernd Hoinke.

 Die Neuenburger

Darüber, was in Neuenburg mit Fördermitteln alles passieren soll, freut sich Arnim Penning vom Neuenburger Gewerbeverein. „Wir müssen die Strukturen schaffen. Mit Leben füllt sich das dann von ganz allein“, ist er sich sicher.

Und dass sich Neuenburg mit Leben füllt und viele Gäste von außerhalb in den Ort kommen, dafür sorgen nicht nur die Geschäftsleute mit den Möbelhäusern, den Autohäusern und der Gastronomie. Es ist auch ein Verdienst der Neuenburger, die so viel auf die Beine stellen, wofür Neuenburg bekannt ist: die Kunstwoche und die Kunst im öffentlichen Raum, das aufwendig gestaltete und liebevoll gepflegte Heimatmuseum mit der Rauchkate und der Friesenscheune, das Niederdeutsche Theater und die Imkern mit ihrem Lehrpfad. Nicht zu vergessen sind die vielen Künstler, die in Neuenbug eine Heimat gefunden haben, ebenso wie die Bürger, die dafür sorgen, dass Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen, Backtage und Grillabende immer gut besucht sind. „Alles bedingt sich gegenseitig“, sagt Arnim Penning.

Als nächstes steht in Neuenburg die After-Work-Party auf dem Alten Marktplatz am Senfpott an (Donnerstag, 30. November, ab 18 Uhr). Am Wochenende des 3. Advents werden zum 39. Neeborger Wiehnachtsmarkt wieder Tausende Gäste aus der ganzen Region erwartet.

Sandra Binkenstein
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2506

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.