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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Kläranlage Sande: Neuer Arbeitsplatz für Mikroorganismen

19.08.2015

Sande Kläranlage? Dort müsste es doch ziemlich unangenehm müffeln. Wer sich der Kläranlage der Gemeinde Sande am Bulsterdeich nähert, merkt jedoch nichts von alledem. Auch auf der Anlage selbst liegt kein unangenehmer Duft in der Luft. Das, was hier etwas strenger duftet, wenn man die Nase in den Wind hält, könnte auch von den umliegenden Weiden herüberwehen.

Die Bewohner der wenigen umliegenden Häuser werden die aus den 1960er Jahren stammende und in den 1990-er Jahren modernisierte und erweiterte Kläranlage künftig noch weniger wahrnehmen: Die Anlage soll deutlich leiser laufen als bisher, weil viele Bauteile nun eingehaust werden oder spezielle Schallhauben erhalten. Geruchs- und Biofilter sollen zudem Beeinträchtigungen auf ein Minimum reduzieren.

Großer Sanierungsbedarf

Wie berichtet, wird die Sander Kläranlage, in der sich ein erheblicher Sanierungsbedarf aufgestaut hat, modernisiert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Seit wenigen Wochen laufen nun die Bauarbeiten, so Betriebsleiter Heinz Neustein. Weit fortgeschritten ist der Bau des neuen, fünf Meter tiefe und im Durchmesser knapp 23 Meter großen Belebungsbeckens. Gebaut werden außerdem das ähnlich dimensionierte Becken für die Nachklärung sowie Phosphatfällung und Tuchfilteranlage. Für die neuen Belebungs- und Nachklärbecken wurden rund 100 000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Auch der erste Teil des neuen Betriebsgebäudes, in dem unter anderem das Labor, Sanitäranlagen und Umkleiden untergebracht werden, wächst bereits deutlich.

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Kosten für den ersten Bauabschnitt: rund 2,77 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2016 erfolgen. Parallel zu den laufenden Arbeiten werden ab Herbst die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt ausgeschrieben, der mit 1,2 Millionen Euro kalkuliert wurde und zu dem unter anderem die Schlammentwässerung gehört. Bis zum Herbst 2016 soll die gesamte Anlage fertiggestellt sein.

Auf Wachstum ausgelegt

Aktuell fließt rund ein Drittel der angelieferten Abwasser durch die aus den 1960er Jahren stammende Altanlage, zwei Drittel werden im Kombinationsbecken gereinigt. Künftig soll die Hälfte der Abwassermenge im neuen Anlagenteil gereinigt werden. Teile der alten Kläranlage werden anschließend zurückgebaut,

Mit der Modernisierung wird auch die Kapazität der Reinigungsmenge erhöht. Und zwar von aktuell 14 000 auf künftig 19 000 so genannte Einwohnergleichwerte. Da nicht nur die knapp 9000 Bürger aus den Sander Privathaushalten, sondern auch Gewerbe und Industrie Abwasser erzeugen, das geklärt werden muss, wird diese Menge auf durchschnittliche Einwohner-Verbrauchswerte umgerechnet. Mit der erhöhten Kapazität ist die Anlage auch schon auf den Zuwachs durch künftige Neubaugebiete oder mehr Gewerbe ausgelegt.

Mit der Erweiterung und Modernisierung wird das Abwasser gleich auf die richtige Höhe gepumpt. Im Freigefälle durchläuft das Schmutzwasser Rechenanlagen, Filter, Klär- und Belebungsbeckenbecken, in denen Mikroorganismen ihre Arbeit verrichten.

Nicht nur technisch wird die gemeindeeigene Anlage auf den neuesten Stand gebracht. Auch personell gibt es seit kurzem Verstärkung. In Volker Harms ist neben Betriebsleiter Heinz Neustein und Dierk Heeren ein dritter Mann an Bord. Nach Fertigstellung soll die Kläranlage ab 2017 auch wieder Ausbildungsplatz werden für Fachkräfte für Abwassertechnik.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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