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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Noch keine Straße benannt

06.03.2014

Varel Ihre Krabbenpulerin gehört zu den meistfotografierten Wahrzeichen Varels, berühmt ist ihr „Utrooper“ in Neustadtgödens, und in vielen weiteren Städten findet man Bronzeplastiken von ihr: Die Rede ist von der Bildhauerin Judith von Eßen, die genau an diesem Donnerstag ihr 90. Lebensjahr vollendet hätte. Die Künstlerin starb vor zehn Jahren.

Sie war in der Region vor allem durch ihre zahlreichen Bronzeplastiken bekanntgeworden, von denen die Krabbenpulerin die prominenteste ist. Weitere figürliche Darstellungen von ihr schmücken öffentliche Plätze und Straßen, so zum Beispiel auf der Nordseeinsel Wangerooge, wo eine beliebte Seehundgruppe aus Bronze seit 1992 für Freude bei den Betrachtern sorgt.

Als Heimatvertriebene aus Schlesien kam die gelernte Kindergärtnerin nach dem Zweiten Weltkrieg nach Varel. Sie besuchte dann die Bildhauerklasse von Prof. Franz Guntermann in Münster, einem Bauhaus-Dozenten, später folgte ein Werklehrer-Seminar in Köln. Eine Zeit lang arbeitete Judith von Eßen als Kunsterzieherin an einem Mädchengymnasium in Paderborn, bevor sie nach Varel zurückkehrte. Dort entstanden dann ab 1982 eine Vielzahl von Arbeiten, darunter der schon erwähnte Ausrufer in Neustadtgödens oder die Krabbenpulerin in der Vareler Fußgängerzone.

Einer bestimmten Kunstrichtung ließ sie sich nicht zuordnen: „Die Natur ist meine Lehrmeisterin“, sagte sie. Nicht wenige Freunde und Kunstinteressierte würden sich wünschen, wenn außer der Krabbenpulerin auch eine Straße nach der Künstlerin benannt würde.

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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