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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Verwirrung um Abriss der Oberschule Obenstrohe

20.11.2019

Obenstrohe /Jever Vor einer Woche hat sich der Schulausschuss des Landkreises Friesland mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Zukunft der Oberschule Obenstrohe in den Fraktionen zu beraten und eben noch keine vorläufige Entscheidung zu treffen. Ein Blick ins Informationssystem des Kreistags sorgte daher am Dienstag zunächst für Verwirrung: In der Sitzung des Kreisausschusses für Bauen, Feuerschutz und Mobilität am 21. November um 15 Uhr im Mariengymnasium Jever fand sich auf der Tagesordnung unter Punkt 4.1.3. „Umbau und Sanierung bzw. Neubau der Pestalozzi / Heinz-Neukäter Förderschule Varel“. Die Verwaltung empfahl dort den Abriss der Oberschule Obenstrohe, um an gleicher Stelle ein Gebäude für die Pestalozzi- und die Heinz-Neukäter-Schule neu zu bauen.

Diese Beschlussvorlage wurde im Laufe des Nachmittags von der Kreisverwaltung allerdings geändert – auch nach der Kritik aus der Politik, wie Kreissprecherin Nicola Karmires am Abend mitteilte, nachdem der „Gemeinnützige“ darüber bereits auf NWZ-Online berichtet hatte.

Passus gestrichen

Gestrichen wurde der Passus, dass ein Neubau am Standort der jetzigen Oberschule Obenstrohe errichtet werden soll. Nun heißt es: „Die Standortfrage muss noch geklärt werden.“ Und in den Anmerkungen wird erklärt: „Ein Neubau kann in Obenstrohe nur nach einem Auslaufen“, sprich der Schließung, „realisiert werden.“ Dieser steht nach massiven Protesten aus Politik, Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft auf der Kippe.

Weiter heißt es: „Der Schulausschuss hat in seiner Sitzung am 12. November die Verwaltung gebeten, auch einen Neubau am Standort Arngaster Straße zu prüfen.“ Dort ist der Standort der Oberschule Varel und des Wirtschaftsgymnasiums der Berufsbildenden Schulen.

Für Bauzeit und Baukosten gelten dort demnach die gleichen Eckpunkte, zusätzliche Grunderwerbskosten entstünden nicht, da das Areal dem Kreis gehöre. Allerdings müssten für die Schaffung eines entsprechenden Baurechts und Abstimmung mit der Stadt Varel zwölf bis 15 Monate mehr eingeplant werden.

Kritik von Zukunft Varel

In einer Mitteilung hatte Karl-Heinz Funke, der für Zukunft Varel im Kreistag sitzt, am Dienstag das ursprüngliche Vorgehen kritisiert: „Angesichts der Beschlusslagen des Kreisschulausschusses und des Stadtrates Varel – u.a. am 18. Dezember im Kreistag keine Entscheidung über das ,Auslaufen‘ der Oberschule herbeizuführen und im Lichte des Einsatzes von Eltern, Lehrern und Schüler(innen) für ,ihre‘ Schule ist es doch unmöglich, um nicht zu sagen, ein Schlag ins Gesicht aller Betroffenen und Beteiligten, wenn am 21. November in dieser Form im Ausschuss für Bauen, Feuerschutz und Mobilität beraten und beschlossen werden soll“, teilte er am Morgen dem „Gemeinnützigen“ mit und verband das mit einem Vorschlag: „Wir möchten dringend bitten, den entsprechenden Beratungsgegenstand von der Tagesordnung zu nehmen. “

Die Kreisverwaltung begründete ihren ersten Beschlussvorschlag mit dem desolaten Zustand der Gebäude der Pestalozzi- und der Heinz-Neukäter-Schule an der Oldenburger Straße in Varel. Decken-, Wand- und Bodenbeläge stammten zum Teil aus den 1960er oder noch früheren Jahren, die Gebäudetechnik entspreche nicht den heutigen Anforderungen, Raumakustik und Schallschutz seien mangelhaft und Brandschutzanforderungen könnten nur teilweise erfüllt werden. Im Außenbereich hätten zudem viele Spielgeräte aus Sicherheitsgründen gesperrt oder abgebaut werden müssen. Außerdem sei das Raumklima schlecht, es gebe keinen barrierefreien Zugang und seit die Heinz-Neukäter-Schule aus Roffhausen ins Gebäude der Pestalozzischule eingezogen ist, gibt es zudem ein eklatantes Raumproblem. Der Flächenbedarf belaufe sich auf 7480 Quadratmeter, der Standort an der Oldenburger Straße biete aber nur 5462 Quadratmeter – rund 2000 Quadratmeter zu wenig.

Teure Erweiterung

Eine Erweiterung an der Oldenburger Straße sei aber nur bedingt möglich, aufwendig und koste rund 14 Millionen Euro. Der alte Standort der Heinz-Neukäter-Schule in Roffhausen ist ähnlich marode wie der an der Oldenburger Straße und ist viel zu klein für den Raumbedarf der Schulen. Bei einer Sanierung des bestehenden Schulgebäudes in Obenstrohe müssten laut erster Beschlussvorlage der Kreisverwaltung Kompromisse beim Brand- und Schallschutz eingegangen werden, dafür wäre der Flächenbedarf mit 8627 Quadratmetern im Bestand abgedeckt. Kosten: 15,1 Millionen Euro.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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