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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Melken mit moderner Methode

09.11.2017

Oldorf Die Kuh tritt in eine offene Box, wird von einem Scanner erkannt, ein Roboterarm stimuliert zunächst die Zitzen – dann legt er mit dem Melken los. So funktioniert – ganz einfach ausgedrückt – modernes Melken. Und genau das möchte André Becker vom Hof Tammhausen bei Oldorf beim Tag des offenen Hofes vorstellen.

Am Samstag, 11. November, von 10 bis 16 Uhr haben Besucher die Möglichkeit, sich einmal genau auf dem Hof umzusehen und die moderne Technik des Melkens kennenzulernen. Die Aktion findet europaweit statt und wird von dem Hersteller des Melkroboter, der Firma DeLaval, initiiert.

„Wir selbst haben den Melkroboter jetzt seit drei Monaten – und alles funktioniert viel besser, als zunächst gedacht“, sagt Becker freudig. Insgesamt zwei Roboter hat er. Von den insgesamt 240 Kühen können 60 Kühe an jeweils einem Stand gemolken werden. An einem Tag kommen dabei rund 3900 Liter Milch zusammen.

Das System ist für die ersten 150 Tage nach dem Kalben gedacht – dann ist die Milchmenge besonders hoch. „Und dann ist es auch sinnvoll, die Kuh öfter zu melken als sonst“, erklärt Becker. „Denn so kann man den Druck aus dem Euter nehmen, der durch die hohe Milchmenge entstehen kann.“ Zwar ist das Melken mit dem Roboter teurer – doch im Endeffekt stehe das Tierwohl im Vordergrund. Dafür wird die Zitze im Vorfeld sogar extra stimuliert. Und nebenbei futtern kann das Tier auch.

Ebenfalls besonders an der Technik: die Kühe können selbst entscheiden, wann sie gemolken werden möchten und wann nicht. Allein treten sie dann in eine offene Box und werden dort von einem Roboterarm gemolken. Alle Daten, zum Beispiel, wie oft eine Kuh in die Box tritt, werden aufgenommen – und landen schließlich auch auf einem Computer. Und auch von seinem Smartphone aus kann Becker alles überprüfen.

Falls eine Kuh länger nicht gemolken wurde, bekommt Becker sofort eine Nachricht und kann eingreifen. „Das kann zu Beginn mal auftreten, schließlich müssen sich die Kühe auch selbst erst einmal an das neue System gewöhnen.“ Doch oft ist das bei ihm noch nicht passiert. „Der Übergang zum modernen Melken hat sehr gut funktioniert.“

Und das übrigens nicht nur bei den Kühen selbst – sondern auch bei allen Mitarbeitern. „Das System ermöglicht uns natürlich flexiblere Arbeitszeiten.“ Becker selbst ist vor kurzem erst erneut Vater geworden und verbringt gern Zeit mit seiner Frau und seinen Kindern. Durch die Hilfe des Roboters kann er die Zeit für die Familie besser einteilen.

Und auch die Mitarbeiter freuen sich über die zusätzliche moderne Technik. „Der Arbeitsplatz ist dadurch einfach noch attraktiver geworden.“ Doch davon können sich die Besucher am Samstag beim Tag des offenen Hofes selbst überzeugen.

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Delaval | Tag des offenen Hofes