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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Per Freifunk immer und überall ins Internet

15.04.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-04-15T09:13:42Z 280 158

Mobilität:
Per Freifunk immer und überall ins Internet

Jeverland Freier Internetzugang für jedermann – und zwar auf offener Straße: In Zeiten, in denen fast jeder mit einem internetfähigen Handy unterwegs ist, sollte das selbstverständlich sein.

Und tatsächlich gibt es allerorten im Jeverland Initiativen, die Freifunk-Netze zur Verfügung stellen. So richtet die Kurverwaltung Wangerooge zurzeit freies und kostenloses W-LAN entlang der Strandpromenade ein. „Die Technik steht. Nun müssen wir das Netz ins Laufen bekommen“, sagte Bürgermeister und Kurdirektor Dirk Lindner auf Nachfrage der NWZ . Er hofft, dass die Geschäftsleute der Insel nachziehen, ebenfalls Freifunk-Netze aufbauen und somit das Inseldorf irgendwann flächendeckend freien Internetzugang bietet.

„Ohne Internet geht es heute nicht mehr“, meint Lindner. „Und selbstverständlich sollten wir das auch unseren Gästen ermöglichen.“

Dass Geschäftsleute ein Freifunknetz anbieten, ist im Jeverland die Regel: In Jever werben die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsvereins „Gemeinsam für Jever“ für ein flächendeckendes W-LAN-Netz – bis zur Umsetzung wird es indes noch etwas dauern. Netze einzelner Unternehmen gibt es bereits an Großer Wasserpfortstraße und Albanistraße sowie am Alten Markt, der MTV Jever hat ein Freifunk-Netz für die Nutzer der Sportanlage eingerichtet.

Einzelne Knoten

Auch im Zentrum von Schortens sind es einzelne Geschäftsleute, die ein Netz eingerichtet haben, Privatleute haben in Sillenstede zwei Knotenpunkte freigeschaltet. Ähnlich sieht es in Sande und Neustadtgödens aus. In Hooksiel baut die Initiative „De Hooksieler“ zurzeit ein freies Netz auf.

Hilfestellung erhalten die Hooksieler dabei von Jens Ellerbrock und Johannes Rudolph von Freifunk Nordwest, einer offenen Gruppe innerhalb der bundesweiten Initiative Freifunk. Ziel war ursprünglich, weiße Flecken mit Internet per Funk zu versorgen. Mittlerweile hilft die Initiative beim Aufbau von offenem Internet zusätzlich zu geschlossenen Netzwerken.

„Wir arbeiten komplett ehrenamtlich“, sagt Jens Ellerbrock: „Der Freifunk lebt davon, dass jeder etwas dazu beiträgt.“ Die Initiative stellt Software und hilft bei der Einrichtung von Routern. „Dass der offene Internetzugang missbraucht werden könnte, wie oft befürchtet, halten wir für sehr unwahrscheinlich“, betont Ellerbrock: Denn Internet-Kriminelle wissen sehr gut, dass sie in offen zugänglichen Netzwerken nicht anonym bleiben.

Offene Treffen

Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um über Freinetze zu informieren. Das nächste Treffen findet am Sonntag, 17. April, von 18 bis 20 Uhr im „Kling Klang“ Wilhelmshaven, Börsenstraße 73, statt.

Ellerbrock hat auch das Freifunk-Netz der Gemeinde Wangerland mitaufgebaut: Dort ist man bereits einen Schritt weiter als in den übrigen Städte und Gemeinden im Jeverland. Über die Ortschaften der Flächengemeinde verteilt sind aktuell 20 Knotenpunkte eingerichtet, über die Bürger und Gäste freien Internetzugang haben. Neben dem Rathaus Hohenkirchen und Feuerwehrhäusern sind die Dorfgemeinschaftshäuser oder andere zentrale Einrichtungen in Dörfern wie Schulen oder Kindergärten Einwahlknoten fürs freie Internet.

„Wir halten das für eine sehr gute Sache“, sagt Egon Mammen von der Gemeindeverwaltung, der im Rathaus für EDV zuständig ist. „Und natürlich haben wir unsere Knotenpunkte so gelegt, dass Migranten Zugang haben.“


Mehr Infos unter   nordwest.freifunk.net