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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Pizza und Pasta für Millionen

12.10.2012

Schortens Sven Ambrosy musste gleich noch mal nachfassen, sonst wäre dem Landrat der schwere Bauantrag fast aus den Händen geglitten. Das Dokument besteht aus vier dicken Aktenpaketen voller Pläne und Zeichnungen: Fast sechs Kilogramm Papier für eine Investition von mehr als 300 Millionen Euro. Und für mindestens 300 bis 350 neue Arbeitsplätze.

Hoher und zahlreicher Besuch am Donnerstag im Ratssaal von Schortens, der Standortkommune, in der das Lebensmittelwerk für Fertiggerichte, Pizza, Pasta, Brot und Teigwaren entstehen soll. Neben Vertretern des Investors – der erst vor wenigen Wochen gegründeten Industrial Group Food Production (IGFP) mit Sitz in Mülheim an der Ruhr – sind auch Gäste aus der Region Ferrara in Norditalien angereist. Dort will IGFP parallel zur Produktionsstätte Schortens ein nahezu identisches Lebensmittelwerk errichten, erklärte der Europa-Koordinator des Unternehmens, Mortimer von Tschir­schky und Boegendorff, am Donnerstag bei der Übergabe des Bauantrags an den Landkreis Friesland. Außerdem wer­de bereits nach einem Standort für eine dritte Produktionsstätte Ausschau gehalten.

Sven Ambrosy wie auch Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling und dessen Amtskollegen Andreas Wagner (Wilhelmshaven) und Rolf Claußen (Wittmund),            allesamt Partner im gemeinsamen Industriegebiet Jade-Weser-Park in Roffhausen, strahlten mit den Investoren um die Wette, dass dieser „Coup“ gelungen ist – oder zumindest einen großen Schritt weitergekommen ist.

Böhling dankte besonders Heino Meenken vom Wirtschaftsförderkreis Harlingerland. Der hatte den Kontakt zu den Investoren miteingefädelt. Zunächst jedoch mit der Absicht, das Werk in Wittmund errichten zu lassen. Doch die Kommune konnte nicht das erforderliche Bauland bieten und so entsann man sich des gemeinsam mit Friesland und Wilhelmshaven vermarkteten Jade-Weser-Parks.

Der soeben eröffnete Jade-Weser-Port sei neben dem Bahnanschluss und der unmittelbaren Nähe zur Autobahn einer von mehreren Faktoren zur Standortentscheidung für Schortens gewesen, erklärte IGFP-Vorstand Christian F. Krämer. Von Schortens aus werden ab 2015 Millionen Kunden in den Ballungsräumen beliefert.

Ambrosy sicherte zu, dem Vorhaben schnell grünes Licht zu erteilen. In dem achtstöckigen Bau sollen täglich 1000 Tonnen produziert werden.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Oliver Braun
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965313

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