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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Pläne für die ost-friesische Küstenbahn

23.04.2008

FRIESLAND /WITTMUND /NORDEN In den 1960er und 70er Jahren wurden in Norddeutschland viele Bahnstrecken stillgelegt. Die Bürger in den ländlichen Regionen stiegen aufs Auto um.

Nun zeichnet sich ein Gegentrend ab, der durch die ständig steigenden Benzinkosten gefördert wird. In regionalen Verkehrskonzepten wird zunehmend über eine Reaktivierung von Bahnverbindungen nachgedacht. Wie gut eine regionale Bahnstrecke für den Personenverkehr funktionieren kann, zeigt schon seit Jahren die Verbindung der Nordwest-Bahn zwischen Sande und Esens.

Nach Vorstellungen von Verkehrsplanern und Kommunalpolitikern in Ostfriesland soll diese Strecke als „Küstenbahn“ von Esens bis Norden fortgesetzt werden. Gelänge dieser Lückenschluss, könnten Einheimische und Touristen von Wilhelmshaven bis Norden per Bahn an der Küste entlang quer über die ost-friesische Halbinsel fahren.

Die Gemeinde Dornum hat der Beteiligung an einer Machbarkeitsstudie bereits zugestimmt. Auch in Hage und Großheide wird über die Wiederbelebung der Strecke diskutiert. Die Stadt Norden hat 10 000 Euro für die Studie zur Verfügung gestellt.

Der Landkreis Friesland würde eine Reaktivierung der Strecke vor allem mit Blick auf den Tourismus begrüßen, sagte Kreis-Sprecher Rainer Graalfs auf Anfrage der NWZ. Der kürzlich vorgestellte touristische Masterplan habe einmal mehr gezeigt, dass gerade der Osten der ost-friesischen Halbinsel nur unzureichend an das Bahnnetz angeschlossen ist.

Nun erhalten die Befürworter der Küstenbahn auch Rückendeckung vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Interessant sei die Strecke nicht nur für Touristen, sondern auch für Pendler zum Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, betont der stellvertretende VCD-Landesvorsitzende Roland Sellien.

Den Anstoß für die Überlegungen gaben die schon weiter gediehenen Pläne für eine Anbindung der Region an den Bahn-Güterverkehr. Anfang April wurde die Strecke Aurich-Abelitz als Verbindung zur Trasse Emden-Norddeich eingeweiht (die NWZ berichtete). Zudem sollen Trassenvarianten für die Güterzugverbindung von Aurich Richtung Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven geprüft werden. Hierfür haben Stadt und Landkreis Aurich eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, an der sich auch Wittmund, Friesland und Wilhelmshaven beteiligen.

Ulrich Schönborn stv. Chefredakteur / Chefredaktion
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