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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Forstamt: Prototyp packt im Neuenburger Holz an

01.02.2014

Neuenburg Er ist ein in Deutschland einmaliger Prototyp auf einem besonderen Raupenfahrwerk – der Elliator-Rückeschlepper – und er ist derzeit im Neuenburger Holz im Einsatz. Als bodenpfleglicher Forstspezialschlepper übernimmt er den Transport des eingeschlagenen Holzes aus dem Wald an die Forstwege. Dabei ersetzt der Elliator keine anderen Arbeitskräfte oder Maschinen, sondern er ermöglicht diese Arbeiten erst. Ohne ihn war bislang die Pflege im Neuenburger Holz gar nicht möglich, erläuterte Jens Meier, selbst Revierleiter im Hasbruch und als Einsatzleiter für den Elliator derzeit auch in Neuenburg aktiv.

18 Hektar Fläche

„Der Wald ist ewig nicht gepflegt worden“, erklärte Revierförster Martins Susse vom Forstamt Neuenburg. Mit Hilfe des Elliators ist es nach seinen Angaben nun möglich, die meist mehr als 80 Zentimeter Durchmesser dicken Baumstämme der 180 bis 240 Jahre alten Eichen aus dem Wald zu transportieren. Aber auch Stämme von Buchen, Hainbuchen und vereinzelt Weißtannen liegen zum Abtransport im Wald bereit. Es sind insgesamt etwa 1200 Kubikmeter Holz, das nach Angaben der Niedersächsischen Landesforsten bei den winterlichen Holzeinschlagarbeiten auf etwa 18 Hektar im Neuenburger Holz anfiel.

Ziel der Durchforstung ist außer der Holznutzung der Erhalt der besten Eichen. Dazu wird der Dichtestand beseitigt, um den verbleibenden Bäumen für die kommenden Jahrzehnte Wuchsraum zu schaffen. „Die Buchen wachsen in die Eichenkronen und bedrohen damit langfristig den Erhalt der Eiche“, sagte Förster Susse. Zudem können junge Eichen nicht nachwachsen, wenn der Baumbestand zu dicht ist, führte Jens Meier an.

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Der Einsatz des Elliators ist besonders schonend für den Waldboden. Der Bodendruck der 24 Tonnen schweren Maschine mit 15 Quadratmeter Aufstandsfläche beträgt bis 200 Gramm pro Quadratzentimeter. Zum Vergleich: Ein Waldarbeiter mit Ausrüstung erreicht zu Fuß allein schon 280 Gramm pro Quadratzentimeter. Außerdem sind die Ketten gekröpft, am Rande gebogen, um so wenig Schaden im Wald wie möglich zu verursachen. Der Elliator hat zwei Laufwerke, damit ist einzelnes Anheben oder Absenken der 7,5 Meter langen und ein Meter breiten Raupenketten möglich, um Hindernisse besser zu überwinden. Damit gilt die Maschine als Spezialist für nasse Böden und sogar Moore. „Auch der Boden im Neuenburger Holz ist noch weich, er ist immer noch nicht durchgefroren“, sagte Rainer Städing, regionaler Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten.

Der Elliator ist im Besitz einer Firma in Cloppenburg. Knapp 2000 Arbeitsstunden im Jahr kann die Maschine leisten, 1000 Arbeitsstunden im Jahr haben die Niedersächsischen Landesforsten vertraglich vereinbart. „Problemstandorte gibt es genug“, meinte Jens Meier. So sind die Einsätze nicht nur in Neuenburg sondern in ganz Niedersachsen wie beispielsweise auch im gesamten Solling und in der Heide vorgesehen. In Neuenburg bleibt der Elliator etwa zwei Wochen lang im Einsatz.

Flächen ohne Nutzung

Nach den Einschlagsarbeiten sieht es im Neuenburger Holz jetzt mancher Orts nicht mehr so schön bewaldet wie zuvor aus, wie auch Martin Susse sagte. Doch derzeit wird seinen Angaben nach bewusst intensiv gearbeitet, damit dann Ruhe für die kommenden etwa zehn Jahre einkehren kann. Im FFH-Gebiet – laut Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – ist im Neuenburger Holz der Lebensraum Eiche zu erhalten. Es werden Habitatbaumflächen geschaffen, in denen Bäume ohne Nutzung dauerhaft bleiben. Entsprechende Habitatflächen werden laut Susse im Neuenburger Holz noch gekennzeichnet.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
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Anke Wöbken Varel / Redaktion Friesland
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