• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Rabius heute noch ein Begriff

24.11.2012

Bis Mitte der 1960er Jahre war der Bockhorner Bahnhof in Betrieb. Zuletzt diente die Strecke vor allem dem Güterverkehr von Varel über Bockhorn nach Zetel. Koks und Briketts wurden transportiert, es gab den Warenhandel von Kranz. Drumherum gibt es Geschichten, die immer noch weiterzählt werden. Zum Beispiel von Bernfried Rabius. Seine Großeltern und Eltern waren einst die Wirte in der Bahnhofsgaststätte.

1938 hatte der Großvater Bernhard Rabius die Gaststätte gepachtet. Der Personenverkehr spielte in den Anfangsjahrzehnten natürlich auch eine große Rolle. Rabius konnte sich später vor allem an einen Reisegast erinnern, der mit großem Pomp vorfuhr, Adolf Hitler.

Die nächste Generation mit Heinz und Marga Rabius ist bis heute in guter Erinnerung bei vielen älteren Bockhornern geblieben Zum Beispiel erzählt Bernfried Rabius gern die Anekdote über den Lokomotivführer, der kurz in der Kneipe Station machte. Da setzte sich sein Gefährt von allein in Bewegung, der Mann hastete von der Theke in den Führerstand, alles ging gut.

1968 wurde der Bahnhof abgerissen, eine kleine Lokomotive am Urwald-Kreisel erinnert an diese Zeit. Die Familie Rabius hatte noch versucht, das Gebäude zu erwerben. Bernfried Rabius: „Die Bahn wollte aber nicht verkaufen. Sonst würde der Bahnhof heute noch stehen.“ Die Gaststätte lief bis 1986. Der Gesangverein „Eichenkranz“ war hier zu Hause, die Schmidt-Kapelle mit Hermann und Richard Schmidt spielte auf. Heinz Erdmann war mit den „Dörpsmus’kanten“ zu Gast: „Marga Rabius hatte alles im Griff, ein sauberer Laden, überall Tischdecken und Servietten.“ In der Bahnhofsgaststätte gab es den ersten Fernseher von Bockhorn, wie Erdmann erzählt. Der war fast unter der Decke angebracht, Großvater Bernhard Rabius saß davor, mit langer Schnur und Kopfhörer ausgerüstet.

Legendär bis heute ist auch der Ausschank, den die Familie Rabius auf dem Bockhorner Markt unterhielt. Die kleine Bude war meistens beim Hemken-Haus im Bereich des Fotografen Heinz Pinther zu finden. Bernfried Rabius: „Das war ein richtiger Magnet für die Besucher. Wer da nicht mal vorbeigeschaut hat, der war auf dem Markt gar nicht da gewesen.“ Die Bude gibt es heute noch, sie steht im Biergarten der Gaststätte „Zum Sandkrug“ in Grabstede.

Weitere Nachrichten:

Zum Sandkrug

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.