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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Rettungsdienst erhält feste Hausnummer

15.01.2016

Sande Neun Monate Bauzeit, 390 Quadratmeter Fläche, Kosten von 785 000 Euro – und Zeit- und Kostenrahmen wurden eingehalten: Dafür dankte Wilhelm Goosmann, Geschäftsführer der Rettungsdienst Friesland gGmbH, Architekt Rüdiger Piltz besonders. Am Donnerstag feierte die Rettungsdienst Friesland Einweihung der Erweiterung der Rettungswache Sande.

Dass Architekt Piltz den Neubau geplant hat, ist deutlich zu erkennen: Dunkler Klinker und eine rot abgesetzte Fahrzeughalle für zwei Rettungswagen sind auch schon Gestaltungsmerkmale der neuen Rettungswachen in Jever, die 2012 errichtet wurde, und der Rettungswache Hohensminde im Wangerland von 2013.

Die neuen Räume dienen insbesondere Ausbildungs- und Weiterbildungszwecken: Die Rettungsdienst-Gesellschaft bildet zurzeit in Kooperation mit dem Nordwest-Krankenhaus und der Rettungsdienstschule „Mebino“ in Roffhausen sechs Notfallsanitäter aus, künftig sollen es neun junge Leute werden, die die dreijährige Ausbildung absolvieren.

Ebenfalls Platz im Neubau hat nun der Notarzt, der künftig direkt von der Rettungswache mit dem Einsatzwagen mit ausrückt. „Das spart Zeit“, betonte Goosmann.

Überhaupt sind alle Investitionen der Rettungsdienst GmbH der vergangenen Jahre – die Neubauten in Jever und Wangerland, der Umzug der Rettungswache Zetel nach Bockhorn – auf Zeitersparnis ausgerichtet, erklärte er: Laut Gesetz muss in 95 Prozent der Notfälle innerhalb 15 Minuten Ersthilfe geleistet werden. In Friesland sei man etwas besser, betonte der Geschäftsführer: In 97 Prozent der Fälle sei innerhalb von 15 Minuten Hilfe vor Ort.

Und dazu benötige der Rettungsdienst kompetente Mitarbeiter, die stetig weiterqualifiziert werden. Goosmann dankte Landkreis, Gesellschafterversammlung, Betriebsrat, Wachenleitung, Verwaltung und den 120 Mitarbeitern für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

„Wir sind in Friesland schon lange eine feste Hausnummer – nun bekommen wir auch eine“, verkündete er: Nachdem die Gemeinde Sande zugestimmt hatte, dass das Krankenhaus-Gelände, das bisher nur als „Hauptstraße“ firmiert, eine eigene Adresse erhält, wird die Rettungswache Sande künftig unter „Am Gut Sanderbusch 3“ zu finden sein. Hausnummer 1 bekommt das Krankenhaus, Hausnummer 2 das Pflegeheim.

Landrat Sven Ambrosy nannte in seiner Begrüßung die Rettungsdienst Friesland „eine Erfolgsgeschichte“. Besonder erfreulich sei, dass die gemeinnützige Gesellschaft nicht nur nicht defizitär sei, sondern sogar Gewinne erwirtschafte, die reinvestiert werden.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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