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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Startsignal für ein Jahrhundertprojekt

30.10.2018

Sande Symbolische erste Spatenstiche, die den offiziellen Baubeginn von Gebäuden oder Straßen markieren, gibt es zuhauf. Der erste Spatenstich an der Kreisstraße 312 bei Mariensiel am Montagmittag – in diesem Fall das gemeinsame Drücken auf einen roten Startknopf – ist allerdings ein ganz besonderer: Er markiert den offiziellen Baubeginn eines Jahrhundertprojekts – der Bahnverlegung Sande.

Baustart für die Bahnumfahrung Sande

Die Bahnumfahrung Sande beginnt gleich hinter dem Bahnhof Sande und führt zweigleisig in einem langen Bogen östlich an Sande vorbei; sie trifft in Höhe des Umspannwerks Roffhausen auf die alte Trasse und endet beim so genannten Weißen Floh kurz hinter der Autobahnbrücke auf Schortenser Gebiet.

Die Verlegung ist ein Teilprojekt des Ausbaus der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven. Geplant ist ein zweigleisiger Neubau und die Elektrifizierung der Strecke. Die Bauarbeiten umfassen die Stabilisierung des Untergrunds, zum Beispiel durch das Auflastverfahren und Fahrwegtiefgründungen, den Bau neuer Straßen- und Eisenbahnüberführungen sowie die Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen.

In die Ausbaustrecke investiert die DB Netz AG gut 870 Millionen Euro reine Baukosten, insgesamt kostet das Mammutprojekt gut eine Milliarde Euro. Für die Bahnverlegung Sande sind darin Kosten von rund 150 Millionen Euro enthalten.

Nach ersten Überlegungen bereits in den 1970er Jahren wurde die Notwendigkeit einer Sander Bahnumfahrung mit dem Bau des Jade-Weser-Ports immer konkreter. Nach jahrelanger Planung und langen Genehmigungsverfahren geht es nun wirklich los mit dem Bau der rund fünf Kilometer langen Bahntrasse. Sie wird Sande entlasten und die Güterzüge nicht mehr mitten durch den Ort, sondern drumherum führen soll. Sogar den Termin, wann der erste Zug über die neue Trasse rollt, hat die Deutsche Bahn bereits genannt: Am 12. Oktober 2021 soll es so weit sein.

Da heißt es: Anpacken. Gemeinsam zur Tat schritten am Montag vor gut 100 Gästen Umweltminister Olaf Lies (SPD) und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister Enak Ferlemann (CDU). Für die Deutsche Bahn trat Konzernbevollmächtigte Manuela Herbort aufs Podium und gemeinsam mit den Politikern an den roten Buzzer.

Auch wenn jetzt offiziell das Startsignal gegeben wurde: Die Baumaßnahmen haben längst begonnen. Im Frühjahr 2017 mit der Bauvorbereitung – der Verlegung von Leitungen und Erhöhung von Hochspannungsmasten. Seit August wurden das Baufeld geräumt, Lagerplätze eingerichtet und Baustraßen angelegt.

Für die Bahnumfahrung – im Bahnsprachgebrauch „Bahnverlegung“ – werden zwölf Kilometer Schienen verlegt, etwa 20 000 Schwellen und 25 000 Tonnen Schotter verbaut und mehrere Straßenüberführungen, Ei­senbahnbrücken und Durchlässe geschaffen, sagte Herbort. Die bisherige Strecke wird anschließend zurückgebaut.

Herbort und Lies erinnerten an die ingenieurtechnischen Herausforderungen: „Die Böden um Sande sind weich und für den Bau von Verkehrswegen eher ungeeignet.“ Der Untergrund muss daher verdichtet und stabilisiert werden. Die Strecke werde bereits so gebaut, dass sie auch die künftigen Lasten aufnehmen kann, so Staatssekretär Ferlemann.


Video unter     www.youtube.com/nwzplay 
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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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