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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Fairer Handel: Auch Sande will „Fairtrade town“ werden

13.12.2019

Sande Die Gemeinde Sande will sich den fairen Handel auf die Fahnen schreiben und Teil werden der schnell wachsenden Gemeinschaft der Fairtrade Towns. Im Gemeinderat fiel dazu jetzt der Grundsatzbeschluss.

In Deutschland gibt es bereits 660 Städte, Gemeinden, Landkreise und Regionen, die sich der Kampagne angeschlossen haben und für ihre Bemühungen für den fairen Handel zertifiziert worden sind. Der Landkreis Friesland und die Stadt Jever sind bereits dabei, das Wangerland hat sich ebenfalls beworben. Nun also auch Sande.

Aber was bedeutet das eigentlich, wozu soll das gut sein? Fairtrade Towns fördern den fairen Handel vor Ort in den Erzeugerländern, stellen sich klar gegen Kinderarbeit und haben Aspekte wie Ökologie und Nachhaltigkeit im Blick. Es geht um faire Ar­beits­bedingungen und faire Löhne nicht nur in Ländern, wo Lebensmittel angebaut und geerntet oder Kleidung und andere Waren oft zu Hungerlöhnen hergestellt und nach Europa verschifft werden. Auch vor Ort in den Fairtrade towns soll der Gedanke des fairen Handels mit Blick auf die heimische Landwirtschaft in den Fokus rücken.

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Voraussetzungen

Als Fairtrade Town können sich Städte, Stadtbezirke, Gemeinden, Landkreise und auch Regionen bewerben. Die Teilnahme an der Kampagne ist kostenfrei.

Für den Titel Fairtrade-Town muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln.

Ganz zu Beginn steht der Ratsbeschluss. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann die Entwicklung seiner Kommune zur Fairtrade-Town anstoßen. Zweites Kriterium ist die Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten für die Stadt/Gemeinde koordiniert.

Die Produkte selbst, die in der Kommune angeboten und verkauft werden, sind das dritte Kriterium.

Die Gesellschaft mit Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden, örtlichem Handel und die Gastronomie sollen in die Kampagne eingebunden werden, um den fairen Handel in der Stadt zu fördern. Die Öffentlichkeitsarbeit gehört ebenfalls dazu.

Die für die Zertifizierung nötigen Aktionen und Maßnahmen koordinieren die Ratsmitglieder Michael Ramke und Kristin Pöppelmeier, die sich mit dem Thema auch schon länger für die evangelische Kirchengemeinde Sande befasst. Neben den Kirchengemeinden gilt es allerdings auch, Schulen, Vereine, den Handel und natürlich die Bürger mitzunehmen. „Das Interesse und die Bereitschaft sind groß“, berichtet Pöppelmeier im Rat aus Gesprächen mit vielen Bürgern und Gemeindemitgliedern. Bei vielen Menschen habe ein Umdenken eingesetzt. Die Geiz-ist-geil-Mentalität dreht sich um in ein Bewusstsein von Nachhaltigkeit und fairer Preise und fairer Produktionsbedingungen.

Achim Rutz (SPD) erläuterte den Antrag und betonte, dass die Initiative auf lokaler Ebene ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für fairen Handel sei. Es gehe um globales denken und lokales Handeln und nicht um die Beruhigung des vorweihnachtlichen Gewissens. Die Initiative sei ein Weg, mit den Sande zur Verfügung stehenden Mitteln teilzunehmen an den großen Vorhaben, denen sich die Organisation verschrieben hat.

Peter de Boer (CDU) unterstützt den Gedanken des fairen Handels ebenfalls, sieht aber nicht die Notwendigkeit einer Kampagne, sondern will den Bürgern mehr Entscheidungsfreiheit lassen. Seine Fraktion enthielt sich daher.

Ratsmitglied Frank Behrens (SPD) un­terstützt die Bewerbung Sandes voll und ganz, nimmt aber Anstoß am Anglizismus „Fairtrade town“. Er sprach von Sprachpanscherei und schlug vor, für Sande wenigstens den Begriff der „Fairtrade-Gemeinde“ zu verwenden. Doch das sei nicht so einfach, erläuterte Klaus Oltmann von der Gemeindeverwaltung. Es handele sich um eine internationale Kampagne, der englische Ausdruck „Fairtrade Town“ sei ein dafür ein feststehender Begriff.

Um die Kampagne zu erläutern und Ideen zu entwickeln, ist am 28. Januar um 18 Uhr ein Eröffnungsveranstaltung im Rathaus geplant.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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