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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Bunkerbienen lassen sich nicht umsiedeln

05.09.2018

Sande Warum sich das Bienenvolk ausgerechnet in einem Hohlraum in zehn Metern Höhe im Bunker auf dem Gelände des Nordwest-Krankenhauses niedergelassen hat, weiß vermutlich nur die Königin. „Eine gute Idee ist das jedenfalls nicht“, sagt Imker Peter Bünting und Mitinitiator der Kampagne „Bienengemeinde Sande“. Er hatte im Frühsommer versucht, das Bienenvolk mit einer so genannten Bienenbeute zum Umzug zu animieren. Bei einer Kontrolle vor wenigen Tagen musste er nun leider feststellen, dass der Versuch misslungen ist. Die Bienen haben das Ausweichquartier nicht angenommen.

Der Bunker ist ein denkbar schlechter Standort für ein Bienenvolk. Sie können in dieser Höhe nicht versorgt oder behandelt werden. Und ob die Königin im Bunker einen Winter überlebt, ist auch fraglich, sagt Bünting. Denn der Stein ist kalt. Der Wind weht böig vor dem Einflugloch, die Bienen werden aus der Flugbahn geschleudert.

Zwei Kästen angebracht

Mit dem Hubwagen eines Gartenbaubetriebs, der auf dem Klinikgelände zu tun hatte, brachte er vor einigen Wochen die Bienenbeute – ein Styroporkasten von der Größe zweier Bierkästen – direkt vor dem Einflugloch, einem Lüftungsschacht in der Bunkerwand, an. „Die größte Schwierigkeit war, die Löcher in den alten Bunker-Beton zu bohren.“ Die Bienenbeute hatte Imker Peter Bünting dem Bienenvolk mit einer Brut besonders verlockend aufbereitet und gehofft, dass die Insekten sich um die Larven kümmern würden und auch die Bienenkönigin in die Brut wandert. „Das Experiment hat leider nicht funktioniert“, sagt Bünting.

Bünting hatte das Verhalten der Bienen immer mal wieder von unten mit dem Fernglas beobachtet. Zwischenzeitlich sah es auch so aus, als könnte die Umsiedlung gelingen. Doch eine Gelegenheit, mit dem Hubwagen noch einmal in die Höhe zu gelangen, ergab sich erst vor wenigen Tagen wieder. Da musste Bünting feststellen, dass die direkt vor dem Einflugloch angebrachte Bienenbeute dem Bienenvolk letztlich nur als Eingang in den Bunker diente.

Nun beginnt bereits der Bienenwinter, die Phase, in der sich die Tiere zurückziehen, erläutert der Sander Bienenexperte. Es herrsche zwar noch Flugbetrieb, die Bienen tragen noch Pollen und Nektar ein, aber das Bienenvolk werde schon kleiner. Er habe aber keinen Anhaltspunkt, wie groß der Hohlraum ist, den die Bienen bewohnen.

Bünting hofft, dass das Bienenvolk über den Winter kommt. 2000 Tiere müssten mindestens überleben, damit das Volk in die neue Bienensaison starten kann.

Gefahr durch Milben

Bedauerlich sei, dass es nicht gelungen ist, das Bienenvolk vorbeugend vor Parasiten wie der Varroa-Milbe zu schützen. Eine Gefahr für das Bienenvolk stellt auch die amerikanische Faulbrut dar.

Auch wenn der erste Versuch gescheitert ist: Bünting will im nächsten Frühjahr einen neuen Versuch starten, die Bunker-Bienen umzusiedeln.

Oliver Braun
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965313

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