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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Höchstspannung liegt in der Luft

11.07.2019

Sande /Wilhelmshaven Seit November 2018 nimmt die Freileitung zwischen Wilhelmshaven und Conneforde Gestalt an: Damals wurde die Gründung für Mast Nr. 1 am Umspannwerk Fedderwarden gelegt. Mittlerweile steht der Mast, weitere sind im Raum Bockhorn und Zetel derzeit in Arbeit. Das berichtet die Tennet-Bürgerreferentin Anja Urbanek in ihrem Blog zum Leitungsbau. Regelmäßig informiert sie im Internet über Baufortschritte und Besonderheiten.

Rund fünf Kilometer Erdkabel

Die neue Stromtrasse Wilhelmshaven-Conneforde verläuft in zwei Abschnitten unterirdisch: Bei Neustadtgödens und Bockhorn wird Erdkabel verlegt. Für den Wechsel zwischen Erdkabel und Freileitung werden derzeit Kabelübergangsanlagen gebaut. Der Kabelzug, bei dem das Erdkabel durch die Leerrohre gezogen wird, ist für die kommenden Sommermonate geplant. Noch bis Ende des Jahres werden die Arbeiten an den Erdkabelabschnitten voraussichtlich dauern.

Neben den rund fünf Kilometern, die als Erdkabel verlegt werden, errichtet Tennet 60 Freileitungsmasten auf 25 Kilometern zwischen Wilhelmshaven und Conneforde. Für 2020 ist die Inbetriebnahme geplant.

Auf der Strecke sind vier Masten bereits fertig, acht sind derzeit vormontiert und im Bereich der Gemeinde Zetel laufen an zwei Stellen derzeit Gründungsarbeiten per Ramme und Bohrpfahlgerät. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für das zweite Halbjahr 2020 anvisiert.

Warum Freileitungen?

Wenn man ‚Stromtrasse‘ denkt, dann hat man eine Freileitung mit Masten und Leiterseilen vor Augen, auf denen sich im Spätsommer die Zugvögel sammeln. Höchstspannungsleitungen werden in Deutschland seit je her fast ausschließlich als Freileitungen gebaut. Die 380 kV-Leitung überträgt Strom mit Höchstspannung und ist das Schwergewicht unter den Freileitungen. Die erste dieser Leitungen wurde 1957 in Betrieb genommen.

Neuere Freileitungen genügen immer höheren Ansprüchen und sind zunehmend wartungsarm. Störungen an einer Freileitung sind meist schnell behoben, können zum Teil in wenigen Stunden ausfindig gemacht und repariert werden. Damit trägt die Technologie maßgeblich dazu bei, dass Deutschland mit die weltweit kürzesten Ausfallzeiten im Stromnetz haben.

Zwei Masttypen

Für die Freileitungsabschnitte zwischen Wilhelmshaven und Conneforde kommen Stahlfachwerkmasten zum Einsatz. Sie haben eine Lebensdauer von bis zu 80 Jahren. Tennet setzt bei der neuen Leitung überwiegend auf den Masttyp „Donau“. Auf Strommasten dieses Typs werden die Leiterseilbündel an zwei Querstreben – den „Traversen“ – durch Isolatoren aufgehängt. An den oberen Traversen hängt links und rechts je ein stromführender Leiter, die Phasen; an der unteren, längeren Traverse befinden sich jeweils zwei Phasen an beiden Seiten. Donau-Masten bilden den bestmöglichen Kompromiss zwischen der notwendigen Höhe der Masten einerseits und der erforderlichen Breite des Schutzstreifens andererseits.

Der zweite Masttyp ist das Doppel-Tonnengestänge. Dabei handelt es sich um einen speziellen Typ, der durch zwei weitere Arme zusätzliche Systeme aufnehmen kann. Der Hintergrund: Zwischen Wilhelmshaven und Conneforde gibt es neben der neuen 380 kV-Leitung bereits die 220 kV Leitung Conneforde-Maade.

Tennet-Blog

Anja Urbanek, Bürgerreferentin von Tennet, informiert regelmäßig im Blog „Wilhelmshaven-Conneforde“ über den Baufortschritt beim Leitungs-Projekt.

Mehr Infos unter www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/wilhelmshaven-conneforde/blog-wilhelmshaven-conneforde/

Diese wird auf einer rund 4,4 Kilometer langen Teilstrecke zwischen der Kabelübergangsanlage Osterforde/ Bockhorn und dem Umspannwerk Conneforde mitgeführt. So kann die bestehende 220 kV-Leitung dort abgebaut werden – begonnen hat der Rückbau bereits. Bislang wurden 5 von 14 Masten zurückgebaut. Die Rückbau-Arbeiten werden voraussichtlich noch bis November dauern.

sechs Leitungen

Ein Stromkreis hat drei ‚Phasen‘ und wird deshalb über drei Leiter geführt. Auf den Masten der Leitung sind jeweils sechs Leiter, also führt die Stromtrasse zwei Systeme zu je 380 Kilovolt. Wer genau hinschaut, der kann aber an der Spitze jedes Strommasts noch zwei zusätzliche Kabel entdecken. Dabei handelt es sich jedoch um keine Stromleitung, sondern um ein Erdungskabel. Das dient als Blitzableiter, der zur Sicherung der Leitung vor Einschlägen alle Masten mit der Erde verbindet und damit erdet.

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