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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Ambrosy: „Wir müssen ran an die Null“

01.10.2019

Sande Von minus 4,5 Millionen Euro im vergangenen auf minus 3 Millionen Euro in diesem Jahr – und in vier Jahren sollen die Friesland-Kliniken mindestens mit einer roten Null abschließen.

Frank Germeroth, Geschäftsführer der Friesland-Kliniken mit den Krankenhäusern Sanderbusch und Varel, ist davon überzeugt, dass das mit dem im vergangenen Jahr erarbeiteten Konsolidierungskonzept zu schaffen ist. Und auch Ärzteschaft, Pflegedienstleitung und Betriebsrat von Nordwest-Krankenhaus und St. Johannes-Hospital stehen dahinter. 2020 werden externe Berater die Friesland-Kliniken in drei Bereichen durchleuchten, kündigte Germeroth an: So sollen Personalkosten und allgemeine Kosten reduziert werden und durch standortübergreifende Kooperation Synergien gehoben werden.

Weg gemeinsam gehen

„Wir holen keine Generalsanierer, die alles auf den Kopf stellen sollen“, betont Germeroth: Ziel ist, mit dem Blick von außen zu schauen, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Die Steuerung und Begleitung aller Analysen sowie die Umsetzung von Maßnahmen erfolgt durch die Geschäftsführung. „Den Hut habe ich auf“, betont Germeroth: „Wir wollen uns nicht fremdbestimmen lassen, sondern Anregungen und Hinweise erhalten.“

„Wichtig ist, dass wir den Weg gemeinsam gehen und jeder Schritt lückenlos allen kommuniziert wird“, sagt Sanderbuschs Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Werner-J. Mayet: Mit dem Konsolidierungskonzept sei sichergestellt, dass die Friesland-Kliniken eben nicht nur über die Finanzen definiert werden. „Wir gehen den besseren Weg: Wir haben die große Chance, die Qualität – auch aus medizinischer Sicht – zu verbessern, unser Portfolio zu straffen und Doppelversorgung abzubauen“, sagt Mayet: „Und mit dem Spirit, der hier herrscht, können wir auch nach außen punkten!“

Die externen Berater sollen Potenziale entdecken, hoffen die Pflegedienstleiterinnen Nadine Sauer (St. Johannes-Hospital) und Katja Bünting (Nordwest-Krankenhaus). „Zudem hatten wir im NWK schon externe Berater – wir kennen das und wissen, dass wir mitgenommen werden“, betont Katja Bünting.

Wichtig für den Betriebsrat ist, dass im Konsolidierungsprozess weder Arbeitsplätze noch die Tariftreue zur Disposition stehen, sagt Varels Betriebsratsvorsitzender Franz Tellner.

Umstellung dringend notwendig

Für Landrat Sven Ambrosy als Aufsichtsratsvorsitzenden der Friesland-Kliniken ist das Defizit von 4,5 Millionen Euro ein „beherrschbares Risiko“: „Bei einem Umsatz von 130 Millionen Euro sind das 3,5 Prozent.“ Er sei überzeugt, dass das Konsolidierungskonzept in vier Jahren zu deutlich besseren Zahlen führt: „Wir müssen ran an die Null“, sagte er.

Der Landkreis stehe voll hinter seinen Krankenhäusern – und zwar mit der Bewilligung von Liquiditätskrediten und einer Patronatserklärung. „Und parallel läuft die Modernisierung des Nordwest-Krankenhauses weiter. Wir haben 11,5 Millionen Euro Investitionen zugesagt – daran zu sparen wäre verfehlt“, betont Ambrosy.

Auch der Landrat sieht die dringende Notwendigkeit, dass die Krankenhaus-Finanzierung auf andere Füße gestellt wird: „Was wir sehen, ist geregelte Willkür ohne Verlässlichkeit“, kritisiert er. Denn dadurch seien „zwei kerngesunde Krankenhäuser ins Minus gerutscht“. Und mit 530 Betten und 1700 Mitarbeitern seien die Friesland-Kliniken keine kleinen Krankenhäuser.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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