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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Damit Sandel nicht ausstirbt

23.01.2020

Sandel 13 Gebäude rund um die Kirche – in Sandel ist die Zeit stehen geblieben. Zumindest was den Zu- und Umbau der bestehenden Gebäude angeht. Denn dort ist laut Baugesetzbuch nichts möglich außer privilegierter landwirtschaftlicher Nutzung. Doch landwirtschaftlich genutzt sind in Sandel mittlerweile kaum noch Gebäude. Und im vergangenen Jahr wurden mehrere bebaute Grundstücke zum Verkauf angeboten. Bei der Stadt gingen danach Anfragen zur Erweiterung der Wohnnutzung ein, berichtete Dietmar Rüstmann von der Stadtverwaltung am Mittwoch im Bauausschuss.

Um dort Entwicklung zu ermöglichen und zu verhindern, dass Sandel zum Geisterdorf wird, hat der Ausschuss den Aufstellungsbeschluss für eine Außenbereichssatzung gefasst. „Damit könnten durch Lückenschluss und Hinterbebauung fünf bis sieben neue Wohnhäuser entstehen“, kündigte Rüstmann an. Der Landkreis unterstütze die Pläne, dort Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.

„Arrondierung“ – Abrundung lautet der Fachbegriff: Es geht nicht darum, in Sandel große Neubaugebiete zu entwickeln, sondern einfacheres Baurecht zu schaffen für An- und Umbauten, Sanierung und Modernisierung sowie für einige wenige Neubauten.

Bis auf Hendrik Theemann (FDP) sagten alle Ausschussmitglieder Ja zu den Plänen. Die FDP sei skeptisch, weil sieben Neubauten – „das sind 50 Prozent Zuwachs“ – den Charakter des historisch gewachsenen Dorfs verändern könnten, sagte Theemann. „Ein bis zwei Neubauten fänden wir in Ordnung. Aber wir müssen nicht auf Teufel komm raus Baugrundstücke schaffen – wir haben genügend Bauflächen an anderer Stelle“, sagte er.

Udo Albers (SWG) sieht das ganz anders: Er hätte den Geltungsbereich der Außenbereichssatzung gern erweitert um die Flächen südlich der Sandeler Straße Richtung Cleverns. Doch da diese Flächen teilweise schon landwirtschaftliche Nutzflächen sind, dämpfte Rüstmann die Erwartungen: „Mit der Außenbereichssatzung können wir Lücken schließen – dafür sind aber Lücken notwendig. In diesem Bereich sind wir schon in der Pläne. . .“ Die Anregung wurde dennoch aufgenommen.

Udo Albers sprach der Verwaltung ein großes Dankeschön aus, „dass sie dieses Thema jetzt zumindest für Sandel angeht“: „Denn in Sandel, Sandelermöns und Grappermöns ist in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt nichts passiert – die jungen Leute sind nach Leerhafe und Reepsholt gezogen, weil sie dort bauen konnten“, sagte er: Es sei wichtig, in den südlichen Ortsteilen Jevers Möglichkeiten zu schaffen für Mietraum und kleinere Wohneinheiten.

Olaf Harjes (Grüne) regte an, die Stadt solle sich gleich den gesamten Bereich mit Sandelermöns und Grappermöns mitanschauen. Doch Bürgermeister Jan Edo Albers warnt vor zu hohen Erwartungen: In Sandel gehe es darum, die historisch gewachsene Struktur zu erhalten, was in Sandelermöns möglich ist, müsse erst geprüft werden. „So ganz viel wird da nicht möglich sein“, sagte er. Deshalb beginne man nun auch in Sandel.

„Um das Dorf zu erhalten“, wie es Dr. Matthias Bollmeyer (CDU) zusammenfasste, und „damit Sandel nicht zerfällt“, so Dr. Harry Funk (CDU), soll die Außenbereichssatzung nun auf den Weg gebracht werden. 

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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