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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Altlasten: Schadstoffe im Grundwasser entdeckt

26.02.2016

Langendamm /Jever Für heftige Diskussionen sorgte am Mittwoch das Thema „Altlast in Langendamm“ im Kreis-Umweltausschuss in Jever. Einige Anwohner waren in den Ausschuss gekommen, sie sorgen sich um die schädlichen Stoffe, die nun im Grundwasser gefunden wurden (die NWZ  berichtete).

Stoffe krebserregend

Untersuchungen der Gartenbrunnen nahe der Altablagerung aus den Jahren 2014 und 2015 zeigen: In der Vergangenheit ist es mehrmals zu schwallartigem Austreten von sogenannten LHKW aus der Altablagerung gekommen, sagte Carl Stüdemann von der unteren Bodenschutzbehörde. LHKW sind „Leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe“ – sie sind schädlich und können sogar krebserregend wirken. Die Mengen in dem Grundwasser seien jedoch gering, so Stüdemann. „Da müsste man schon etwa 270 Liter zu sich nehmen, um einen erheblichen Schaden davonzutragen.“

Trotzdem wurde den Anwohnern per Brief mitgeteilt, die Nutzung des Grundwassers in ihren Brunnen einzustellen.

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Harald Menge von der Bürgerinitiative (BI) Langendamm kritisierte die momentane Situation und redete von einer „tickenden Zeitbombe“. Er sei beunruhigt und fragte, welche Maßnahmen gegen das Problem ergriffen werden: „Ich möchte nicht, dass Sie nur beobachten, sondern auch aktiv handeln.“

BI-Vorstand Burckhard Eigenfeld fragte, ob die neuerlich festgestellten Schadstoffe von damals in Varel ansässigen metallverarbeitenden Betrieben herrühren könnten. Diese sollen nach Aussagen von Zeitzeugen tri- und perhaltige Reinigungsmittel in der offenen Hausmülldeponie entsorgt haben. Sie sind Bestandteil der aufgetretenen Schadstoffe und befinden sich in der Reinigungsflüssigkeit, mit der Metalloberflächen entfettet werden.

Hans-Peter Trompisch von der Bürgerinitiative bat zudem um Auskunft, inwieweit die Behörde den Hinweisen eines damals in Langendamm praktizierenden Arztes nachgegangen sei, der in seinem Patientenstamm eine ungewöhnlich hohe Zahl an seltenen Krebserkrankungen festgestellt und dem Landkreis gemeldet hatte.

„Die vorliegenden Krankheitsbilder waren so uneinheitlich, dass aus den medizinischen Diagnosen keinerlei Rückschlüsse auf eine eventuell umweltbezogene Ursache gezogen werden konnte“, teilte Kreissprecherin Nicola Karmires am Donnerstag mit. Auch das Niedersächsische Landesgesundheitsamt habe bei einer Prüfung keine ursächlichen Zusammenhänge erkennen können.

Info-Abend am 12. April

Stüdemann betonte indes, dass die Kreisverwaltung derzeit nichts machen könnte, außer den Anwohnern zu raten, die Nutzung des Grundwassers auf ein Minimum zu reduzieren. Die untere Bodenschutzbehörde selbst müsste das schwallartige Austreten erst einmal einordnen und würde künftig besonders darauf achten. Schließlich könne nur eine regelmäßige Überwachung des Grundwassers eine verwertbare Auskunft geben.

Um alle Betroffenen zu informieren, soll es am 12. April um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung im Kreisdienstleistungszentrum in Varel, Karl-Nieraad-Straße 1, geben.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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