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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

So starten Kälber gut ins Leben

18.02.2019

Schenum Auch Bauern und Landwirte bilden sich weiter, um auf dem neusten Stand zu bleiben, wenn es etwa um Tierhaltung oder Aufzucht geht. Unter dem Titel „Nur gesunde Kälber machen Spaß“ referierte Tierärztin und Landwirtin Dr. Regina Strie vor Bauern und Landwirten aus dem Jeverland. Am Vormittag gab es einen umfangreichen Theorieteil, am Mittag erklärte sie auf dem Milchviehbetrieb Janssen GbR, wie Landwirte noch besser zur Gesundheit ihrer Kälber beitragen können.

Die Janssen GbR zieht etwa 350 Kälber im Jahr auf. „Und Tipps zur Verbesserung sind immer willkommen“, sagt Jann Janssen. Zwar werde bei den Kälbern ohnehin stets sehr genau kontrolliert und hingeschaut, aber es ginge auch darum zu lernen, wie Krankheiten im Bestand weiter minimiert werden können. Dabei steht nicht nur das Tierwohl im Mittelpunkt, sondern auch wirtschaftliche Interessen. „Die Aufzucht eines Kalbs kostet etwa 1500 Euro, und je weniger es krank wird, desto besser für den Betrieb“, sagt Janssen.

Gegenseitiger Austausch

„Jeder Milchviehhalter macht das etwas anders, also geht es hier nicht nur um den Fachvortrag, sondern auch um den gegenseitigen Austausch“, sagt er.

Das Wichtigste für einen guten Start ins Leben ist für die Kälber laut Dr. Regina Strie die so genannte Biestmilch. „Und die so früh wie möglich und so viel wie möglich“, betont sie. „Gut vier Liter sind optimal“, sagt Janssen. Diese Milch wird direkt nach der Geburt und fünf Tage lang vom Muttertier gemolken und an das Kalb verfüttert. „Ihre Immunkomponenten sind für das Kalb sehr wichtig“, sagt Janssen.

Genaues Beobachten

Außerdem muss darauf geachtet werden, dass das Kalb nach der Geburt trockengerieben wird und in eine saubere und gut eingestreute Box ohne Zugluft kommt. „Auch das verhindert Krankheiten“, weiß Janssen. Besonders verbreitet sind bei den Kälbern, ähnlich wie bei Babys grippale Infekte und Durchfallerkrankungen. „Da geht es vor allem darum, diese Krankheiten so früh wie möglich zu entdecken und nicht erst, wenn sie schon so richtig ausgebrochen sind“, sagt Janssen.

Dabei hilft Fiebermessen und genaues Beobachten – „wenn das Kalb zum Beispiel nicht aufstehen mag oder weniger säuft als es sollte, das sind dann schon Signale“, sagt Janssen.

Außerdem spielt Hygiene im Stall eine große Rolle. So werden etwa Kälber, die nicht auf dem Hof Janssen geboren wurden, nach dem Kauf zunächst in Quarantäne von den anderen Kälbern separiert. Auch die Boxen müssen vor Neubesatz gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

Für jedes Kalb wird übrigens ab Geburt ein eigenes Datenblatt angelegt, darin wird alles eingetragen und dokumentiert. „Ob aus diesem Kalb später eine gesunde, robuste und leistungsstarke Milchkuh wird, entscheidet sich in der Kinderstube“, betont Janssen.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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