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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Schicht für Schicht zum Weideland

04.07.2013

Hohenberge Gemächlich grasen die Schafe auf der alten Mülldeponie in Hohenberge, während auf der zweiten Deponie auf Hochtouren gearbeitet wird. Mit schwerem Gerät wird die Deponie abgedeckt. Zunächst wurde der Untergrund begradigt, anschließend mit einer so genannten Trag-Ausgleichs-Gasdrainschicht abgedeckt. Darauf kommen eine Betonitmatte, eine Kunststoffdichtungsbahn, eine Drainmatte, eine Sandschutzschicht und anschließend Mutterboden, auf den Gras ausgesät wird.

„60 000 Quadratmeter Fläche werden auf diese Weise abgedeckt“, erläutert Bauleiterin Martina Weschenfelder. Bis Ende 2004 war die Abfalldeponie Varel-Hohenberge in Betrieb. Anschließend musste sich der Müll setzen. Bis Anfang 2012 hat das gedauert, im Februar ist mit den eigentlichen Rekultivierungsmaßnahmen begonnen worden.

„Nach Abschluss der Baumaßnahme zur Rekultivierung der Deponie muss der Landkreis einen ordnungsgemäßen Nachsorgebetrieb für die nächsten 30 Jahre sicherstellen“, erläutert Rainer Graalfs vom Landkreis Friesland. Hierzu gehören die regelmäßige Messung der Setzungen, Überwachung der Gasemissionen, Spülen der Rohrleitungen, Betrieb der Kläranlage und des Blockheizkraftwerkes. Überprüft wird das Ganze vom Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg.

Das bei der Deponie entstehende Gas wird über Brunnen abgesaugt und über das Blockheizkraftwerk in Strom umgesetzt, das dem Netz zugeführt wird. Das Abwasser wird über die betriebseigene Kläranlage gereinigt und dann dem Abwassernetz der Stadt Varel/OOWV zugeführt.

Während der Baumaßnahme wurde das gesamte Wasser in der Kläranlage aufgereinigt. Zukünftig wird das Oberflächenwasser über einen Vorfluter der Leke zugeführt. Die in der Kläranlage zu reinigende Sickerwassermenge wird weiter abnehmen.

Das Abwasser aus der Deponie wird viermal jährlich von einem unabhängigen Institut untersucht, die Umgebungsbrunnen zweimal im Jahr. „Bislang wurden keine Grenzwerte überschritten“, so Rainer Graalfs.

Die Kosten der „reinen Baumaßnahme“ der Rekultivierung betragen rund 6,5 Millionen Euro. Hinzu kommen die Kosten des Landkreises für Bauüberwachung, Ingenieurleistungen sowie die laufenden Kosten für die Aufgaben des Nachsorgebetriebes. Sämtliche Kosten der Rekultivierung der Deponien müssen aus dem laufenden Gebührenhaushalt erwirtschaftet werden. Aktuell ist im Gebührenhaushalt des Landkreises Friesland ein Betrag von 600 000 Euro pro Jahr eingestellt.

Bis Herbst dieses Jahres soll die Deponie komplett abgedeckt sein, sagt Martina Weschenfelder. Und schon im nächsten Jahr werden dort Schafe grasen können.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Traute Börjes-Meinardus
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2502

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Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg | OOWV

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