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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

BRAUCHTUM: Schlammschlacht mit langer Geschichte

15.08.2005

[SPITZMARKE][SPITZMARKE]NEUSTADTGöDENS NEUSTADTGÖDENS/AKE - Gut, dass Thorsten Godau, Dierk Heeren, Sebastian Janßen, Matthias Koscheck, Nico Müller, Daniel Popken, Sören Wolters und Benjamin Ziegeler heute in Neustadtgödens leben. 100 Jahre früher wären sie hoffnungslos verloren gewesen. Damals gehörte das Padstockspringen noch zu den Fertigkeiten des täglichen Lebens. Heute kommt man auch ohne aus – Glück für die acht jungen Männer, die sich am Sonnabend dennoch in dieser Disziplin versuchten. Allerdings ging es dabei ohnehin nur um das Vergnügen.

Das Padstockspringen gehört schon traditionell zum Sommerprogramm, das in Neustadtgödens wie ein kleines Volksfest wirkt. Organisiert wird es von der Dorfjugend, es ist ein in jeder Hinsicht feucht-fröhliches Vergnügen und hat mit sportlicher Disziplin nichts zu tun. Eher erinnert es an buntes Faschingstreiben: die jungen Männer, allesamt im schrillen Transvestiten-Look, veranstalten nämlich eine komische Schlammschlacht, bei der es eine große Überraschung wäre, wenn denn überhaupt einem das Übersetzen gelingen würde. Nicht nur die fehlende sportliche Ambition wie auch das Gerät sind dafür schlicht ungeeignet. Doch ein Spaß ist es allemal und das ist Ziel der jungen Leute.

Das Padstockspringen hat aber durchaus einen historischen Hintergrund. In früheren Jahrhunderten hatten die Menschen arge Probleme, wenn sie durch die ostfriesische Hammrich-Landschaft unterwegs waren. Viele Entwässerungsgräben durchzogen den Landstrich und man schaffte eine effektive Lösung: das Padstockspringen. Dabei wurde ein drei bis vier Meter langer Stab verwendet, eine kleine Scheibe verhinderte das Einsinken in den matschigen Untergrund. Sportliche Menschen bewältigten selbst breite Gräben, indem sie während des Sprunges am Padstock hochkletterten. Heute noch erinnern ernste Wettkämpfe in den Niederlanden an diese frühere Fortbewegungsart.

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