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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

GESCHENK: Schmelzofen steht nun im Museum

26.10.2007

VAREL Der Heimatverein Varel ist um eine Attraktion reicher. Statt in der Verschrottung landete ein Schmelzofen der Metallgießerei Speith in der Remise an der Windmühle. Betriebsleiter Martin Junge sowie seine Kollegen Peter Wilkens, Matthias Lögel und Auszubildender Sebastian Panitsch manövrierten den 2,8 Tonnen schweren Ofen aus Stahl und Schamott mit dem leistungsfähigsten Gabelstapler (vier Tonnen) des Unternehmens vom Firmengelände an der Neumühlenstraße über die Gartenstraße zur Windmühle an der Mühlenstraße. Dabei leistete die Vareler Polizei Schützenhilfe und regelte den Verkehr für den Gabelstapler, der ansonsten gar nicht auf der Straße fahren darf.

„Wir hatten früher einmal sieben Gießereien in Varel. Deshalb sind wir froh, nun auch einen alten Ofen ausstellen zu können“, berichtete der Vorsitzende des Heimatvereins, Hans-Georg Buchtmann, der zusammen mit dem Mühlenbaas (Leiter der Mühle), Herbert Hamjediers, den Transport verfolgte.

Der Heimatverein hatte zufällig von dem Ofen erfahren. „Ein Mitarbeiter der Firma Speith erzählte mir, dass der Ofen ausrangiert und verschrottetet werden soll. Da habe ich mich mit Herrn Speith in Verbindung gesetzt“, erzählte Buchtmann.

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Nach Auskunft von Martin Junge stammt der Ofen aus dem Jahr 1949. Damals habe der heutige Firmeninhaber Karl-Erich Speith als junger Mann den Betrieb seines im Krieg verstorbenen Vaters und Firmengründers Alexander Speith übernommen. Angefangen habe er damit, aus Schrott Kochtöpfe herzustellen. Die habe er gegen neuen Rohstoff getauscht und so langsam die Firma wieder in Schwung gebracht. „Heute produziert Speith Sicherheitsbauteile aus Aluminium, zum Beispiel Bahngetriebe und Druckbehälter“, erläuterte Junge.

Wenn die Besucher demnächst in die Remise kommen und sich den alten Schmelzofen ansehen, stoßen sie auch auf einige Exponate, die mit Aluminium aus diesem Ofen hergestellt wurden – so auch den besagten Kochtopf. Der Heimatverein sammelte in der Vergangenheit bereits Produkte, die an die Zeit erinnern, als in noch mehrere Gießereien in Varel existierten – das Eisenwerk Varel sowie die Firmen Springer, Uhlhorn, Heinen, Haskamp und Presuhn.

Der Schmelzofen von Speith war übrigens noch bis vor vier Wochen täglich in Betrieb. Laut Junge wurde er von 1949 bis 1990 mit Öl befeuert, danach mit Gas. Heute sei er nicht mehr für moderne metallurgische Produktionsverfahren geeignet und wurde ausgemustert.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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