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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Stadtentwicklung: Schöne Villen und „Hundehütten“

19.03.2015

Varel Das Architekturbüro Johann Boner (Dangast) hat sich mit der historischen Bausubstanz im innenstadtnahen Villenviertel befasst. Hintergrund ist die Absicht der Stadt, dort eine Erhaltungssatzung zu erlassen, damit diese Bausubstanz erhalten bleibt (die NWZ  berichtete).

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umweltschutz beschrieb Boner die Entwicklung des Viertels zwischen Windallee, Oldenburger Straße, Lohstraße, Bentinckstraße und Friedrich-August-Straße. Um 1900 wurden die Grundstücke bebaut, die meistens zwischen 700 und 1000 Quadratmeter groß sind. „Der Schwerpunkt ist offene Bebauung. Es gibt relativ viel Abstand zum Nachbarn“, sagte Boner.

Genehmigung notwendig

Vorgefunden haben die Mitarbeiter des Architekturbüros im Wesentlichen vier Gebäudetypen: Die Oldenburger „Hundehütte“ (ein giebelständiges Haus mit einem Vollgeschoss und einem Dachgeschoss), Siedlungshäuser (meist einfachere Gebäude mit steiler Dachneigung aus den 30er Jahren und der Nachkriegszeit), Häuser mit Mansarddach und zweigeschossige Walmdachhäuser.

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Das Besondere an der Wohnsituation: „Das ist nicht nur Kulturgeschichte, sondern gelebte Geschichte“, sagte der Architekt Boner: „Die Häuser werden ja noch bewohnt und genutzt.“ Eine Erhaltungssatzung schreibt dann eine Baugenehmigung vor, wenn der Grundstückseigentümer Veränderungen vornehmen will. „Und sie dürfen nicht einfach abgerissen werden.“ Bei Änderungswünschen muss die Stadt dann Antwort geben, wie eine Genehmigung für den Umbau zu bekommen ist, was der Besitzer tun muss, um eine Änderung umzusetzen.

Kategorisiert hat Boner die Gebäude in dem Areal in Denkmale, denkmalwürdige Häuser und erhaltenswerte Gebäude. Insgesamt gebe es wenige, die nicht relevant seien, so Boner. „Das ist schon ein besonderes Gebiet“, sagte Olaf Freitag, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Planung und Bau.

Bürgerinformation

Widerspruch kam von Egbert Jackenkroll (Zukunft Varel), der sich dagegen sperrt, den Grundstückeigentümern weitere Auflagen zu machen. „Das beeinflusst den Wert der Grundstücke“, sieht er voraus. „Als Eigentümer möchte ich selbst entscheiden.“ Dazu Olaf Freitag: „Der Besitzer kann heute auch nicht machen, was er will, sondern muss sich an Gesetze halten. Und es gibt auch Gebiete, wo die Grundstücke eine erhebliche Wertsteigerung erfahren haben durch eine solche Satzung.“

Gefahren für die Substanz beim Nicht-Handeln sieht Georg Ralle (SPD). Und Bernd Redeker und Peter Nieraad (CDU) plädierten für eine Erhaltungssatzung. Es gebe noch weitere schützenswerte Straßen in Varel. Im Übrigen sei der Bestandsschutz von erhaltenswerten Gebäuden auch mit einfachen Mitteln möglich, entgegnete Nieraad Jackenkroll, der auf die finanziellen Auswirkungen hingewiesen hatte. Demnächst sollen die Bürger im Viertel informiert und miteinbezogen werden.

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