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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Sadist metzelt Kälbchen im Stall nieder

12.06.2018

Schortens Vor dem Kälberstall ist nur noch ein großer Blutfleck auf dem Betonboden zu sehen. Gerade hat der Abdecker den Kadaver abgeholt. Dann kommt ein junger Mann über den Hof und spritzt die letzten Spuren einer unglaublich grausamen Tat mit dem Gartenschlauch in die Ablaufrinne.

Abartig und krank

„Abartig und krank“ muss der Unbekannte sein, sagen Landwirt Diedrich Remmers und sein Schwiegersohn Udo Habben. In der Nacht zum Sonntag hat sich ein Unbekannter auf ihrem Betriebsgelände im Schortenser Ortsteil Roffhausen (Landkreis Friesland) herumgetrieben, ist in den vorderen Kälberstall eingedrungen und hat ein einem sadistischen Blutrausch ein drei Monate altes Kalb gepackt und getötet.

Die Art und Weise, wie der Täter das Jungtier zugerichtet, ausgeweidet und die Innereien um das tote Tier herumdrapiert hat, machen nicht nur die betroffenen Landwirte fassungslos. Bei allen Milchviehhaltern im Jeverland herrschen nun große Aufregung und Wut.

Gegen Mitternacht soll es ungewöhnliche Laute aus dem Kälberstall gegeben haben, sagen die Nachbarn der Landwirte, die bei sommerlichen Temperaturen lange draußen gesessen haben. Gesehen haben sie nichts.

Der Unbekannte drang in eine Box mit zwölf Kälbern ein. Ein weiteres Tier hat er verletzt. „Das ist einer, der hat einen Dachschaden – aber einen ganz großen“, sagt Udo Habben. Der Täter muss eine Schlachtersäge mitgebracht haben, mit der er das Tier im Stall fachmännisch zerlegt hat. Auch die Polizei, die den Fall bearbeitet – der fällt ganz lapidar unter die Kategorie Straftat nach dem Tierschutzgesetz sowie Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung – hat so etwas noch nicht gesehen.

„Mit etwas Abstand überlegt man die Vorgehensweise und das Motiv“, sagt Diedrich Remmers. Mindestens eine Viertelstunde, eher länger, muss der Unbekannte im Stall seinen abartigen Neigungen nachgegangen sein, mutmaßt der Landwirt. Die Kälber sind in Panik geraten, der Täter müsse daher hinterher ziemlich schmutzig gewesen sein: voller Blut, Mist und Kot, den die Tiere in ihrer Todesangst abgesondert haben. Und es müsse sicher ein junger kräftiger und eher sportlicher Typ sein. „Das Kalb wog nahezu 100 Kilogramm, das musst du erst mal festhalten können in so einer Situation.“

Sodomie im Pferdestall

Das getötete Kalb im Stall ist nach Informationen der NWZ der grausamste, aber nicht der einzige Fall, bei dem sich Unbekannte nachts auf Höfen in Ställen herumtreiben: Vor rund einem Jahr soll sich im Raum Sandelermöns ein Mann an Pferden vergangen haben. In Roffhausen soll es zudem auf einem anderen Hof in der Nacht vor der Kälbertötung zum wiederholten Mal zu einem Vorfall gekommen, bei dem ein Mann sich an einer Stute verging. Der Mann wurde von der Überwachungskamera erfasst und offenbar identifiziert.

Oliver Braun
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965313

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