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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Kinder öfter zu Schauen einladen

07.10.2019

Schortens Alfred Töbermann erntete protestierendes Gelächter von seinen Züchterfreunden, als der Jugendwart für den Kreisverband Oldenburg-Nord bei der Eröffnung der Zwerghuhnschau Weser-Ems in der Scheune am Huntsteert auf die Überalterung des Vereins und des Verbandes hinwies. „Die meisten von uns Züchtern sind 60 bis 70 Jahre alt...“

Preise und Ehrungen

Bruno-Bussieck-Gedächtnispreis: Erik Janssen (auf Zwerg-New Hampshire, goldbraun)

Leistungspreise des Landkreises: Eberhard Janssen (auf Deutsche Zwerg-Reichshühner) und Erwin Ihnken (auf Zwerg-Brahma)

Leistungspreis der Stadt Schortens: Bruno und Siegfried Siefken (auf Zwerg-Wyandotten)

Bruno-Siefken-Leistungspreis: Rüdiger Dauen (auf Deutsche auf Zwerg-Wyandotten, silberhalsig)

Ehrungen für lange Vorstandsarbeit und langjährige Mitgliedschaften: Gudrun Witte, Thomas Vogel sowie Melanie und Manfred Feeken (Ehrennadeln), außerdem Dieter von Essen (40 Jahre), Karl-Ludwig Meyer und Hermann Wilken (jeweils 20 Jahre).

Tatsache aber ist: Nicht nur den Zwerghuhnzüchtern fehlt es an Vereinsnachwuchs, anderen Kleintierzüchtern landauf landab geht es kaum anders. Töbermann sagte, dass der Kreisverband fast 20 Prozent Senioren verloren habe, bei den Jugendlichen seien es sogar 40 Prozent. „Wenn wir uns nicht ins Zeug legen, wird es schwer, das Vereinsleben aufrecht zu erhalten.“ Der Jugendwart will nun verstärkt Kindergärten und Schulen zu den Schauen der Kreisverbände einladen.

Das sei ein Weg, den auch die stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs und Schortens’ stellvertretende Bürgermeisterin Anne Bödecker in ihren Grußworten zuvor empfohlen hatten. Beide hatten einen Großvater unter den Ausstellern erblickt, der seinen Enkel mitgebracht hatte: „Bringt eure Enkel mit zu den Schauen, stellt den Kontakt der Kindern zu den Tieren her. Nur so kann es weitergehen“, sagte Anne Bödecker. Sie schlug auch den Bogen zur Massentierhaltung und Legebatterien und betonte, dass Vereine und Verbände wie die der Zwerghuhnzüchter mit ihrer intensiven Arbeit für eine artgerechte Haltung und Artenvielfalt sorgen. Die Hühnerzucht sei ein wichtiger Beitrag dazu. Leider werde auch das Leben in den Dörfern immer städtischer. „Ich kann daher nicht verstehen, dass sich Leute auf dem Land beschweren, wenn hier mal der Hahn kräht.“

Zum 38. Mal richtete der Verein der Zwerghuhnzüchter Weser-Ems seine Leistungsschau aus, zum dritten Mal waren die Züchter dafür in der Scheune am Huntsteert zu Gast. 28 Senioren und vier Jungzüchter zeigten insgesamt 348 Tiere, aufgeteilt in 313 Zwerghühner – darunter 30 Tiere der Jungzüchter – vier Paar Lachtauben und neun Stämme. 17 verschiedene Rassen in 24 verschiedenen Farbenschlägen gab es zu sehen – und zu hören.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Ostfriesland und Papenburg der Rassegeflügelzüchter, Berend Tammen, betonte bei der Eröffnung der Schau: „Unsere Tiere sind nur eingesperrt, wenn sie noch nicht geboren sind – nämlich im Ei. Danach haben sie jede Menge Platz und laufen wohin sie wollen.“ Bei den Ausstellungen kann das Geflügel allerdings auch nicht überall hinlaufen: Zwei Tage lang war der Käfig ihr Zuhause.


  www.youtube.com/nwzplay 
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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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