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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Menschen: Schon früh gelernt zu verlieren und zu gewinnen

20.05.2020

Schortens Auch für Heinrich Ihnken wird der morgige 95. Geburtstag kein normaler: Eine große Feier mit den Töchtern, den Enkeln und Urenkeln, die teilweise in England leben, geht nicht – alle bleiben zu Hause. Es wird am 21. Mai dennoch Kuchen im geselligen Kreis mit den beiden Töchtern in Schortens geben.

Seine Älteste wohnt direkt über ihm, wenn er sie braucht, klingelt er. Trotzdem schafft Ihnken in seinem Alter noch vieles allein. „Ich habe schon mehr mitgemacht als das hier“, sagt er über die Corona-Krise. „Mit 17 Jahren wurde ich eingezogen und musste von jetzt auf gleich in die Kaserne. Das Erlebnis ist vergleichbar mit der Corona-Pandemie“, sagt der rüstige Schortenser.

Heinrich Ihnken kam am 21. Mai 1925 in der Gemeinde Sengwarden zur Welt. Seine Familie besaß zwei landwirtschaftliche Betriebe, von denen nur noch eine Baumgruppe übrig ist. Ihnken pflanzte 60 Prozent dieser Bäume noch selbst.

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Sein älterer Bruder starb in russischer Gefangenschaft, Heinrich Ihnken übernahm für zehn Jahre den Familienbetrieb, bis ihn „mehrere Faktoren“ zwangen, den Betrieb aufzugeben. Mit 41 Jahren orientierte sich Ihnken um: Tagsüber arbeitete er als Kraftfahrzeugmechaniker, abends absolvierte er Technikkurse, um bei Olympia arbeiten zu können. Seine Tochter erinnert sich: „Ich musste nach der Schule seine handschriftlichen Notizen auf der Schreibmaschine abtippen, das war ein richtiges Familienunterfangen.“

Ihnken ist leidenschaftlicher Skat-Spieler – und das bis heute. „Mein Vater brachte es mir mit acht Jahren bei und sagte, es sei lebenswichtig, zu lernen, auch mal zu verlieren.“ Den Lebensmut hat Heinrich Ihnken jedenfalls nicht verloren – trotz Kriegs und Coronas.


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