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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

OOWV erhält neue Wirkungsstätte

16.05.2019

Schortens Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) investiert rund 3,1 Millionen Euro und baut am Nordfrost-Ring in Schortens-Ostiem eine neue Betriebsstelle. Der erste symbolische Spatenstich ist getan, nun sollen zügig die Bagger anrollen.

Der OOWV in Zahlen

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und arbeitet ohne Gewinnerzielungsabsicht.

Der Verband betreibt 46 Kläranlagen und 15 Wasserwerke. Der OOWV ist verpflichtet, die Entgelte je nach Entwicklung zu erhöhen oder zu senken.

Die 15 Wasserwerke haben eine Kapazität von 258 680 Kubikmetern pro Tag. Die Trinkwasserabgabe ab Werk beträgt 80 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch einschließlich Kleingewerbe und Landwirtschaft liegt bei 115 Litern pro Tag.

Der OOWV beschäftigt 800 Mitarbeiter. Das Versorgungsgebiet für Trinkwasser hat eine Größe von 7554 Quadratkilometern, versorgt werden gut eine Million Einwohner.

Neun Landkreise, zwei Städte und zwei Gemeinden sind im Bereich Trinkwasser Mitglied im OOWV. Im Bereich Abwasser sind es neun Städte, 29 Gemeinden und ein Zweckverband.

Am Mittwoch stellte Geschäftsführer Karsten Specht gemeinsam mit Regionalleiter Christoph Kraft, Betreibstellenleiter Helge Lübben, Landrat und Verbandsvorsteher Sven Ambrosy sowie Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling das Projekt vor. Entstehen soll auf der gut einen Hektar großen Fläche ein modernes Gebäude mit gut 400 Quadratmetern. Es gibt eine Empfangszone für Kunden, einen Besprechungs- und Aufenthaltsraum, Büros, sanitäre Anlagen, Umkleiden und eine Behindertentoilette.

Ökologisches Leitbild

Sven Ambrosy hob vor allem die energetische Qualität der Betriebsstelle hervor: Der Strom für das gesamte Gebäude kommt von einer Fotovoltaikanlage, die Wärme wird durch eine Luft-Wärme-Pumpe erzeugt und das Dach soll begrünt werden. „Das passt zu unserem ökologischen Leitbild“, sagt Karsten Specht.

Geplant sind zudem neben genügend Parkplätzen naturnahe Rabatten, die auch entsprechend mit heimischen Obstbäumen und Blühpflanzen bepflanzt werden sollen.

„Es ist ein guter Tag, denn der OOWV bekennt sich mit dem Neubau der Betriebsstelle in Schortens-Ostiem klar zum Landkreis Friesland“, sagte Sven Ambrosy und wies darauf hin, dass es sich bei Friesland um eines der Gründungsmitglieder des OOWV neben den Landkreisen Wittmund und Wesermarsch handelt. Der Verband wurde 1948 aus der Taufe gehoben und sollte die Trinkwasserversorgung auf dem Land auf städtisches Niveau anheben. „Damals kam das Trinkwasser bestenfalls aus Tanklastzügen, sonst haben die Menschen aber auch noch aus Gräben getrunken“, sagte Specht. Heute sei die ununterbrochene Trinkwasserversorgung längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. „Trinkwasser ist aber ein hohes Gut und hat eine grundlegende Bedeutung für die Menschen“, sagte Ambrosy.

Im Landkreis Friesland liegen heute 2300 Kilometer Trinkwasserleitungen sowie 319 Kilometer Regen- und Schmutzwasserleitungen unter der Erde, die sich alle in Zuständigkeit des OOWV befinden. 37 228 Haushalte sind für Trinkwasser angeschlossen, 13 561 Hausanschlüsse gibt es für Abwasser. Die Mitarbeiter des OOWV kümmern sich um die reibungslose Versorgung mit Trinkwasser und werden bei Problemen tätig.

Bisher war die Betriebsstelle des OOWV in Schoost untergebracht; das Gebäude dort ist sehr in die Jahre gekommen und liegt verkehrstechnisch ungünstig. „Vom neuen Standort am Nordfrost-Ring aus können wir schnell überall hinkommen und vor Ort sein, wenn es zum Beispiel einen Rohrbruch gibt“, sagt Specht.

Elf Betriebsstellen

Zehn Mitarbeiter sollen, wenn das Gebäude spätestens Ende 2020 fertig ist, von Schoost nach Schortens-Os­tiem umziehen. Die neue Betriebsstelle in Schortens ist die zweite von fünf Betriebsstellen, die der OOWV erneut oder neu baut. Die erste wurde 2018 in Wildeshausen eröffnet und gilt als Blaupause für die in Schortens.

Erneuert werden sollen zudem die Betriebsstellen in Thülsfelde, Holdorf und Aurich. Insgesamt gibt es elf Betriebsstellen im Verbandsgebiet.

Auch Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling begrüßte die Ansiedlung des OOWV am Nordfrost-Ring. Die Stadt Schortens’ ist seit 1. Januar ebenfalls ordentliches Mitglied im OOWV – eine Satzungsänderung machte das möglich. „Wir kennen und schätzen den OOWV als guten Partner“, sagte Gerhard Böhling.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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