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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Perspektive Für Schortens: Brechen ,goldene Zwanziger‘ an?

20.12.2019

Schortens „Wir haben ausgezeichnete Perspektiven“, sagt Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling. Er kündigt für 2020 Projekte und Weichenstellungen an, die maßgeblichen Einfluss haben werden auf die Entwicklung der Innenstadt, zugleich aber auch auf die Entwicklung der Stadt Schortens insgesamt. „Da werden große Bausteine gesetzt“, macht Böhling neugierig, ohne bereits Details oder gar Namen zu nennen.

Das alles klingt fast so, als würden mit dem Ende der 2010er Jahre, in denen Schortens städtebaulich ein gutes Stück vorangekommen ist, nun die Goldenen Zwanziger anbrechen. „Nein,“, wiegelt Böhling gleich ab. So weit will er dann doch nicht gehen.

Stadtentwicklung

Tatsache ist: Die Stadtentwicklung hat im nun zu Ende gehenden Jahr rasant an Fahrt aufgenommen – und viel deutet darauf hin, dass es 2020 in dem Tempo weitergehen wird. Die Wohnanlage Grön Winkel wird endlich gebaut, an der Combi-Kreuzung entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus, auf der alten Kramermarkwiese soll 2020 ebenfalls das erste von mehreren Mehrfamilienhäusern hochgezogen werden. Vor dem Bahnhof entsteht mit dem Investor Christoph Egerer ebenfalls ein neues Wohn- und Geschäftshaus, in dem nicht nur eine Filiale seiner Bäckerei einquartiert wird, sondern auch das benachbarte Grill-Eck und acht Wohnungen.

An der Menkestraße verschwindet 2020 der hässliche Waschbetonklotz. Die alte unansehnliche Popken-Immobilie wird abgerissen, dort entsteht ebenfalls etwas großes Neues. Einen Ankermieter für den Neubau, der wohl 2021 fertig wird, gibt es nach Auskunft des Investors bereits. Spekuliert werden muss noch, was mit dem Geschäftshaus E.W. Hayen geschieht. Und auch was aus dem Friesen-Hof wird, den der Wirt Stephan Otto Ede des Jahres verlässt, ist weiter unklar.

Für Familien

Schortens werde als Wohn- und Wirtschaftsstandort immer attraktiver, sagt Böhling. Zum Beispiel für junge Familien. Die Stadt investiert viel in den Ausbau ihrer Bildungsstandorte, in die Sanierung der Grundschulen und den Neubau von Krippen und Kindergärten. Die Kita-Krippen in Jungfernbusch und Oestringfelde sollen zügig durch Neubauten ersetzt werden. Baustart für die Krippe Oestringfelde ist im Frühjahr – soeben hat der Verwaltungsausschuss grünes Licht erteilt –, Fertigstellung soll zum neuen Kindergartenjahr im Sommer 2021 sein. 2021 soll dann auch Baubeginn für Krippe und Kindergarten Jungfernbusch sein, Fertigstellung dort ist 2022. „Dann sind wir mit unseren Kindergärten und Krippen gut aufgestellt“, ist Böhling überzeugt.

In den neuen Baugebieten am Diekenkamp, wo es bald losgeht, und am Höpkenmoor, wo die Erschließung begonnen hat, ist Platz für viele bauwillige Schortenser und Neu-Schortenser. „Natürlich wollen wir mit neuen Baugebieten auch mehr Einwohner erzielen“, sagt Böhling. Schließlich bleibt ein Teil der Einkommenssteuer der Bürger in der Stadt. Aktuell zählt Schortens 20 755 Einwohner (Stand 30. November 2019), Ende 2018 waren es 20 707.

Finanzen

Finanziell gab es 2019 für die Stadt durch den unerwarteten Ausfall von rund 1,5 Millionen Euro an Gewerbesteuern – Ursache war die Umstrukturierung eines Unternehmens – zwar einen Rückschlag, aber schon der Etat 2020 weist wieder ein leichtes Plus aus.

Neben neuen Geschäftsbauten und Baugebieten ist auch die Geschichte in der erweiterten Branterei noch nicht zu Ende erzählt. 19 Unternehmen haben dort gebaut oder vollenden gerade ihre Bauten, bis zu 200 Jobs sind neu entstanden. Die Stadt plant bereits die Erweiterung der Erweiterung, weil die Nachfrage weiterhin ungebrochen ist in Schortens. Was die Erweiterung nicht ganz einfach macht, ist der Umstand, dass die Stadt dort nicht überall Eigentümer der Flächen ist. Auch darf die Fläche nicht zu dicht an die Wohnbebauung (Eschenweg) heranrücken.

Bürgerhaus-Sanierung

2020 wird die Modernisierung des Bürgerhauses das nächste Großprojekt: die Politik muss sich darüber klar werden, wie genau das neue Bürgerhaus aussehen soll und was es können muss, ab 2021 wird das dann abschnittsweise umgesetzt. Laut Böhling wird die Bürgerhaus-Modernisierung finanziell kräftig gefördert, für den Umbau der Bibliothek gibt es bereits eine feste Förderzusage von einer Million Euro.

„Es ist noch viel zu tun“, sagt Böhling“: Sein persönlich größter Erfolg in diesem Jahr war seine Wiederwahl als Schortenser Bürgermeister. Und die Neueröffnung des Hallenbads im Februar wertet er als einen der Höhepunkte des Schortenser Jahres 2019 – obwohl er selbst noch nicht einmal zum Schwimmen oder Schwitzen dort war. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, unser Bad für die Stadt zu erhalten.“

Beim Neujahrsempfang am 12. Januar ab 11.15 Uhr im Bürgerhaus wird er das alles noch mal ausführlich erzählen. Vielleicht hat er bis dahin ja doch noch mal die Zeit, ein paar Runden zu schwimmen. Es ist nie zu spät für’s erste Mal.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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