• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Zwei Eurofighter der Bundeswehr abgestürzt
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 11 Minuten.

In Mecklenburg-Vorpommern
Zwei Eurofighter der Bundeswehr abgestürzt

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

,Biosphärenreservat ist kein Schutzgebiet‘

12.06.2019

Schortens Die öffentliche Diskussion übers Biosphärenreservat „Niedersächsisches Wattenmeer“, ein möglicher Beitritt der Stadt Schortens und die zu erwartenden Auswirkungen beschäftigten schon seit geraumer Zeit Rat und Verwaltung in Schortens. An diesem Mittwoch, 12. Juni, befasst sich der Ausschuss für Planung Bauen und Umwelt mit diesen Fragen. Die Grünen-Fraktion hatte dazu einen Antrag gestellt.

Aber was ist das eigentlich? Laut Nationalpark-Verwaltung ist ein Biosphärenreservat keine Naturschutzauflage. Es sei „vor allem eine Auszeichnung für eine Region und für besonders wertvolle Kultur- und Naturlandschaften, die das Potenzial haben, einmal Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu werden“. Solche Modellregionen füllen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vor Ort mit Leben, indem sie nachhaltige Handlungsweisen beispielhaft erproben.

Unesco-Biosphärenreser­vate werden in drei Bereiche aufgeteilt: in die Kernzone, in die Pflegezone und in die Entwicklungszone. Das ermöglicht, drei Funktionen zu erfüllen: Schutz, Entwicklung und Bildung und Forschung auf ganzer Fläche.

Die Nationalpark-Verwaltung, aber auch Umweltminister Olaf Lies zählen mehrere Vorteile von Biosphärenreservaten für die jeweilige Region auf: Das Reservat soll eine höhere Attraktivität für bestimmte touristische Zielgruppen und für Fachkräfte bieten, ist man bei der Nationalparkverwaltung überzeugt. Es biete zudem Chance zum Zuzug, zum Verbleib oder zur Rückkehr jüngerer Menschen. Produkte aus Biosphärenreservaten genießen angeblich auch höhere Wertschätzung und erlaubten somit höhere Wertschöpfung. Fördermittel für Nachhaltigkeitsansätze wären leichter einzuwerben.

Betont wird vor allem: Ein Unesco-Biosphärenreservat ist kein Schutzgebiet nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Genau das befürchten nämlich die Landwirte Frieslands – sie sind strikt gegen die Erweiterung des Nationalparks.

Das Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer umfasst derzeit mit einer großen Kern- und Pflegezone das Gebiet des gleichnamigen Nationalparks. Eine Entwicklungszone, die gemäß den Kriterien der Unesco 50 Prozent des Gesamtgebiets umfasst, soll binnendeichs entstehen. Entscheidend dabei ist, dass die Bevölkerung die Planung, Bewirtschaftung und Gestaltung des Gebiets mitträgt.

In vielen Kommunen ist man skeptisch, weil man eben doch Auflagen befürchtet, die unter anderem die Landwirtschaft einschränken können. So hat das Wangerland weitere Gespräche abgelehnt.

Im Schortenser Fachausschuss erhofft man sich Klarheit, was ein Beitritt konkret für Schortens bedeutet. Die Sitzung ist öffentlich, Beginn ist 17 Uhr im Bürgerhaus.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965313
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.