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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Für Erdnüsse sind Tauben sehr zu haben

20.01.2018

Schortens Als sich die Hand nähert, beginnt die Taube aufgeregt in ihrem Käfig herumzuflattern. Vorsichtig greift Rudolf Grötschel den flatternden Vogel, nimmt ihn heraus und fixiert ihn beruhigend zwischen beiden Händen. „Auch die Tauben müssen sich erst daran gewöhnen“, erklärt er: „Sie mögen es erst einmal nicht, angefasst zu werden.“

Zuchtschau

131 Tauben sind bei der 13. Ausstellung der Brieftaubenzüchter der RV Friesenland in der Huntsteert-Scheune in Schortens zu sehen. Zu bewundern sind die Vögel an diesem Samstag, 20. Januar, von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag, 21. Januar, von 10 bis 17 Uhr.

Die Eröffnung durch Schirmherrn Bürgermeister Gerhard Böhling erfolgt am Samstag um 11 Uhr. Dann werden auch die Sieger der Zuchtschau geehrt. Organisiert haben die Ausstellung Hans Peter Becker, Karl Wilts und Hans Fehnders.

Die RV Friesenland lädt besonders Nicht-Taubenzüchter und Kinder ein, sich die Taubenzucht erklären zu lassen. In der Cafeteria gibt es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Zudem findet eine Verlosung mit Tauben und Gutscheinen als Preisen statt. Der Eintritt ist frei.

Sanft streicht er dem Tier in seinen Händen über den Körper, spreizt das Gefieder, sieht es genau an. „Diese Taube ist mir etwas zu kurz: Man hat sie in der Hand und ist gleich am Körperende angelangt“, sagt er. „Und hier ist eine Feder kaputt – darüber kann ich leider nicht hinwegsehen.“

Grötschel und sein Kollege Peter Hölzen aus Lohne und Wallenhorst sind Preisrichter für Brieftauben. Am Freitag begutachteten sie 131 Vögel – jeden einzelnen nehmen sie aus dem Käfig, streichen über den Körper, begutachten den Gesamteindruck und notieren alles genau auf dem Bewertungsbogen.

Wie aufgeweckt und intelligent wirkt die Taube im Käfig, wie harmonisch ist sie gebaut, ist das Gefieder gepflegt – das wird genauso bewertet wie das Verhältnis von Brustbein und Becken zum Gesamtkörper und die Länge des Rückens. Die Farbe der Taube hat dagegen keine Bedeutung.

„Die Länge der Taube spielt eine Rolle für ihre Flugeigenschaften“, erklärt Hölzen: Je länger die Taube gebaut ist, desto mehr Platz hat sie für die Brustmuskulatur – und die ist immens wichtig. Denn die Brieftauben legen bei ihren Preisflügen im Sommer mehr als 5150 Kilometer zurück – dafür brauchen sie kräftige Muskeln.

Die Anlagen, die eine Taube von Großeltern und Eltern mitbringt, spielen bei der Zucht eine Rolle. „Verpaart werden meist Vögel, die sich in ihren Anlagen ergänzen“, erklärt der Preisrichter. Doch selbst wenn beim Elternpaar alles stimmt, kann die Nachzucht in eine völlig andere Richtung gehen. Erfahrung, Intuition und möglicherweise auch Glück – all das beeinflusst die Zucht.

„Und die Schnelligkeit einer Taube hängt durchaus auch davon ab, wie wohl sie sich in ihrem Schlag fühlt“, erklärt Hölzen: Je mehr es den Vogel nach Hause zieht, desto schneller fliegt er.

Und auch wenn Brieftauben nur sehr selten wirklich handzahm sind – für Leckerchen sind sie sehr zugänglich. „Erdnüsse mögen sie sehr gern“, verrät Hölzen. Und Hanfsaat ebenfalls. Die picken sie ihrem Züchter auch aus der Hand.


  www.youtube.com/nwzplay 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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